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Die Aufnahme neuer Hexen
in einen Hexenzirkel, die stets von verschiedenen geheimnisvollen Ritualen
begleitet war und noch immer ist. Die Einzelheiten der Zeremonie haben sich
mit der Zeit stark verändert und variieren darüber hinaus von Land zu Land,
doch weisen die meisten Versionen der Hexen-Taufe gewisse gemeinsame
Merkmale auf.
Der Neuling wurde an einem Abend von einem Mitglied des Hexenzirkels -
oftmals eine ältere Person aus der Verwandtschaft - dem Teufel oder dessen
Vertreter vorgestellt, der vielleicht in Gestalt irgendeines Tieres anwesend
war. Es wurde ein Treueid geschworen, der auch das Versprechen beinhaltete,
die Geheimnisse des Zirkels niemals zu verraten. Der Hexenlehrling, der
mitunter erst sieben Jahre alt oder gar jünger war, musste möglicherweise
auch versprechen, weitere Mitglieder anzuwerben und zu Ehren seines
dämonischen Meisters verschiedene Übeltaten auszuführen. Dann zeichnete der
Teufel die angehende Hexe als eine der Seinen, indem er die Haut mit einem
Schönheitsfehler versah oder sein Mal aufbrannte oder vielleicht auch Blut
aus dem Ohr des Neulings zog. Mit diesem Blut konnte ein Pakt unterzeichnet
werden. Darin versprach das neue Mitglied dem Teufel als Belohnung für
Reichtümer und andere Annehmlichkeiten auf Erden, deren Genuss laut Vertrag
manchmal auf eine bestimmte Anzahl von Jahren beschränkt war, seine. Der
Neuling, der in Anlehnung an das Übergiessen mit Wasser bei der christlichen
Taufe gesalbt wurde, konnte damit auch einen neuen Namen verliehen bekommen
und dann zum obszönen Kuss aufgefordert werden, bei dem er zum Zeichen der
Huldigung seine Lippen auf das Hinterteil des Teufels drücken musste. Viele
Hexen gaben später bei ihren Geständnissen vor Gericht auch an, dass der
Teufel auf der Bestätigung des Pakts durch den Geschlechtsverkehr mit dem
Hexenneuling bestanden habe.
Der Hexenzirkel widmete sich dann meist seinen üblichen Beschäftigungen,
parodierte christliche Zeremonien, setzte Zaubereien ins Werk, schmauste,
tanzte und gab sich orgiastischen sexuellen Vergnügungen hin. Der
Hexenlehrling bekam bei seinem ersten Treffen mit dem Hexenzirkel gewisse
Requisiten geschenkt, die er für das Hexenhandwerk brauchte - Flugsalbe,
einen Besen und vielleicht auch
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