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Holunder |
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Der schlechte Ruf, der
diesem Gewächs nach abergläubischen Vorstellungen anhaftet, rührt daher,
dass sich Judas angeblich an einem Holunderbaum erhängte und dass das Kreuz,
an dem Jesus Christus starb, aus Holunderholz gewesen sein soll. Auch lebten
dem Aberglauben zufolge in diesen Büschen oder Bäumen oftmals Geister;
verbrannte man Holunderholz im heimischen Herd, dann war zu befürchten, dass
der Teufel durch den Schornstein gefahren käme. Wegen solch unheilvoller
Assoziationen bevorzugten die Hexen für ihre Zauberstäbe Holunderholz.
Allerdings sollte der starke Geruch des Holzes Hexen auch vertreiben, und so
schützten die Leute ihre Häuser vor deren Zaubereien, indem sie am letzten
Tag im April einen Holunderzweig schnitten und über den Eingang hängten oder
indem sie Amulette aus dem Holz des Baumes trugen. Holunder durfte jedoch
niemals ins Haus hineingebracht werden, da er den Tod brachte. Auch Kinder,
die man mit Stecken aus Holunderholz schlug, wuchsen angeblich nicht
richtig. Eine Wiege mit Holunder zu schmücken galt als besonders gefährlich,
da dann die Feen das darin liegende Baby mitnehmen würden. |
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