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Den traditionellen
Höhepunkt eines üblichen Hexensabbats bildeten verschiedene Arten von
Tänzen. Die frühesten Berichte von Hexen, die bei ihren lärmenden
Festlichkeiten tanzen, reichen mindestens bis ins drei-zehnte Jahrhundert
zurück. 1282 beispielsweise wurde ein schottischer Geistlicher aus
Inverkeithing angeklagt, ein Zauberer zu sein, nachdem er gestanden hatte,
junge Mädchen aus seiner Gemeinde zu den Osterfeierlichkeiten bei einem
ausgesprochen obszönen Phallustanz, der wahrscheinlich heidnischen Ursprungs
war, angeführt zu haben. Der fragliche Priester entging einer Bestrafung
seitens seiner Vorgesetzten, die wahrscheinlich nichts über die eigentliche
Bedeutung des Tanzes wussten, doch ein empörtes Mitglied der Gemeinde
ermordete ihn später.
Der vielleicht bekannteste Reigen, den die Hexen in ihren Hexenzirkeln
aufführten, war der rituelle Tanz „Hase und Hund”, bei dem der Teufel oder
der Anführer des Zirkels in der Rolle des Hundes wild hinter einer der Hexen
herjagte, die den Hasen verkörperte. Auf dem Höhepunkt des Tanzes fing der
Hund den Hasen ein, rang die Hexe zu Boden und vereinigte sich mit ihr.
Manchen Geständnissen zufolge wechselten die Teilnehmer während des Tanzes
auf magische Weise mehrmals ihre Gestalt und verwandelten sich in Katzen,
Bienen und andere Tiere.
Die schottische Hexe Isobel Gowdie lieferte ihren Befragern detaillierte
Informationen aus erster Hand, mit denen sie einen Tanz beschrieb, der in
ihrem Hexenzirkel aufgeführt wurde. Die Hauptsache bei diesem Tanz war ein
Sprung, den man mit den Worten begleitete: „über den Graben damit!” Die
Hexen kannten auch andere lebhafte Tänze, darunter „Follow-my-leader”, bei
dem die Hexen jede Handlung des Anführers nachahmen mussten. Sie bewegten
sich dabei stets absichtlich in umgekehrter Richtung, das heisst dem Lauf
der Sonne entgegengesetzt. Andere Hexen behaupteten, sie hätten beim
Hexensabbat stets „rückwärts” oder mit Besen zwischen ihren Beinen getanzt.
Dazu habe häufig der Teufel persönlich Musik gemacht.
Pierre de Lancre, der im siebzehnten Jahr-hundert die Aktivitäten eines
gewöhnlichen Hexenzirkels auf dem europäischen Kontinent beschrieb, zählte
den rituellen Tanz zu den Höhepunkten der Hexensabbate. Seinem Bericht
zufolge führten die Teufel nach dem Festschmaus ihre Nachbarn zu einem
verfluchten Baum, um den die Teilnehmer, mit dem Rükken zueinander stehend,
einen Kreis bildeten und sich anschickten, in unzüchtigster Manier zu
tanzen, wobei sie häufig vom Teufel selbst angeführt wurden. Francesco-Maria
Guazzo schrieb in ähnlicher Weise, dass sie sich „an den Händen fassen und
Rücken gegen Rücken ei …. |