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Heinrich III. 1551-1589 |
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König von Frankreich, den
man verdächtigte, Hexerei zu betreiben. Heinrich, der Sohn von Katharina von
Medici, zeichnete sich als militärischer Führer gegen die Hugenotten aus und
bestieg nach dem Tod seines Bruders den französischen Thron. Obwohl er sich
nach aussen hin als Katholik zeigte, war er denn Vernehmen nach von seiner
Mutter in der Tradition der „alten Religion” erzogen worden. Unterstützt von
der katholischen Liga von Henri 1., Herzog von Guise, der später sein Feind
werden sollte, regierte Heinrich als König über ein Land, das während seiner
gesamten Herrschaftszeit vom Bürgerkrieg gespalten war. Auch in seinem
Privatleben war er nicht zuletzt wegen seiner kaum verhüllten Homosexualität
umstritten. Er versammelte um sich einen Kreis schöner junger Männer, und
man sagte ihm nach, dass er an seinem Altar, der von zwei Satyrn aus
vergoldetem Silber flankiert war, den alten Göttern huldige. Diese beiden
Figuren waren - vermutlich als Geste der Geringschätzung des Christentums -
mit dem Rücken zu einer Reliquie aufgestellt, die angeblich ein Splitter aus
dem Kreuz Jesu Christi war. |
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