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Hexenwesen, Hexerei, Magie
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Hartlay, Edmund gest. 1597

Englischer Zauberer und Kräuterkundiger, dessen Verwicklung in einen Fall von dämonischer Besessenheit in Cleworth Hall in Leigh schliesslich dazu führte, dass er wegen Hexerei vor Gericht kam. Die Unannehmlichkeiten in Cleworth Hall begannen 1594, als John und Anne, die Kinder von Nicholas Starkie, von Anfällen und Schreikrämpfen heimgesucht wurden. Man bat Edmund Hartlay, den seine Zeitgenossen als wandernden Zauberer und Gesundbeter beschrieben, uni Hilfe. Nachdem Hartlay die Kinder einige Monate lang mit Kräutern und Zauberformeln behandelt hatte, schien sich das Befinden der beiden Patienten gebessert zu haben. Als Hartlay jedoch verkündete, dass seine Arbeit beendet sei, wurden die Kinder erneut von Krämpfen und Hysterie befallen, und so richtete man es ein, dass der Mann ständig in dem Hause blieb.
Als die Familie Hartlay aber weniger Lohn zahlte, als er verlangt hatte, drohte er. Tatsächlich zeigten sich dann auch bei drei in Cleworth lebenden Mädchen und bei zwei Dienstmägden Symptome dämonischer Besessenheit. Hartlay, der sich nun selbst von den bösen Geistern angegriffen sah, die hier im Spiele waren, versuchte es mit einem magischen Kreis, um die Dämonen, die das Haus bedrohten, zu bezwingen. Doch die Anfälle setzten sich fort, und Starkie suchte in seiner Verzweiflung Rat bei dem bekannten Dr. Dee.
Dee kritisierte Hartlay, lehnte es jedoch ab zu helfen - selbst als die Kinder ihn darum baten. Edmund Hartlay, der wahrscheinlich wirklich glaubte, den Kindern helfen zu können, war von Starkies mangelndem Vertrauen in seine Fähigkeiten erzürnt, und die Schwierigkeiten im Haus nahmen zu. Man begann, Hartlays Integrität in Frage zu stellen, und bald machten Behauptungen die Runde, er sei ein Hexenmeister und habe das Unheil selbst hervorgerufen. Eine Hausangestellte namens Margaret Byrom offenbarte, der Teufel sei in Hartlays Gestalt zweimal in ihrem Schlafgemach erschienen. Auch schienen sie und die Kinder die Sprache verloren zu haben, als Hartlay ihnen gegenübergestellt wurde.
Als der Zauberer und Kräuterkundige sich unfähig zeigte, das Vaterunser ohne Unterbrechung aufzusagen, wurde er vor den örtlichen Rat und dann vor das Gericht in Lancaster gebracht. Die Geschichte mit dem magischen Kreis, mit dem er die Dämonen bezwingen wollte, sah man als erdrückenden Beweis für seine Schuld an, und so wurde Hartlay als Hexenmeister zum Tode verurteilt und im März 1597 gehängt.
Nach Edmund Hartlays Tod übertrug man die Sache dem bekannten Exorzisten John Darrell. Er liess die sieben besessenen Personen drei Tage lang fasten, betete und predigte, um die quälenden Teufel zu vertreiben, und erklärte dann sechs von ihnen als befreit. Jane Ashton, das siebente Opfer, war eine römische Katholikin. Bei ihr dauerte es einen weiteren Tag, ehe auch sie geheilt war.

 

 

 

 

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