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Hexenwesen, Hexerei, Magie
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Halloween

Der Vorabend des Allerheiligenfestes im Kirchenkalender; in der Überlieferung die Nacht im Jahr, die am engsten mit dem Hexenwesen und den Kräften der Finsternis verbunden ist. Halloween, das am 31. Oktober gefeiert wird, markiert das Ende des keltischen Jahres und ist der Zeitpunkt, an dem die Sonne den niedrigsten Teil ihrer Bahn erreicht. Die Sage berichtet, dass die Sonne sogar für eine Zeit in die Unterwelt eintritt, und wenn sich das Tor öffnet, um sie einzulassen, dann entweichen Horden von Geistern und Dämonen, um die Erde zu besuchen. Dies ist also der beste Moment für einen Versuch, okkulte Kräfte anzuzapfen, die zu diesem Zeitpunkt am stärksten sind.
Halloween ist die Nacht, in der sich angeblich überall in Europa die Hexen auf ihren Besen, in Sieben oder auf Eierschalen in die Lüfte schwingen und zum Hexensabbat fliegen, damit ihre Zaubereien wirken und um sich mit Dämonen zusammenzutun. Die Hexen von Aberdeen gestanden 1595 vor Gericht, zu Halloween um Mitternacht rund um das Marktkreuz getanzt und dann in Craigleuch am Fusse des Hügels zur Musik des Teufels herumgetollt zu haben. Die Hexen der Neuzeit treffen sich noch immer an diesem Tag, um magische Kreise zu ziehen und verschiedene Zeremonien abzuhalten.
In der vorchristlichen Kultur war Halloween der Tag des heidnischen Festes des Feuers und der Toten. Im Volkstum der Kelten war es das Fest des Samhain, das den Beginn des Winters und den Zeitpunkt markierte, zu dem das Vieh von den Weiden geholt und in die Winterquartiere gebracht wurde. Die Versuche der Kirche, diesen Brauch durch ein christliches Fest zu Ehren der Heiligen und der Märtyrer zu ersetzen, das erstmals im siebenten Jahrhundert n. Chr. eingeführt wurde, hatten nur teilweise Erfolg.
Die Feuer, die einst im Mittelpunkt des heidnischen Festes standen, sind zumindest in England auf den fünften November, den Gedenktag der 16o5 fehlgeschlagenen Pulververschwörung des Guy Fawkes und seiner Gefährten, verlegt worden. Dennoch wurde Halloween bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts in manchen Gegenden des Landes noch immer mit Tänzen rund um grosse brennende Holzstösse gefeiert. In Schottland entzündet man an diesem Tag auch heute noch gelegentlich diese Feuer, und im vergangenen Jahrhundert war es in Aberdeenshire und Buchan üblich, die Nachbarn an diesem Tag um ein Stück „Torf zum Hexenbrennen” zu bitten. Wenn das Feuer dann brannte, riefen die Kinder: „Feuer! Feuer! Verbrennt die Hexen!” Verloschen die letzten Reste, dann schrieen sie: „Den letzten beissen die Hunde!” und rannten in dem Glauben, den Langsamsten unter ihnen würden die Dämonen schnappen, Hals über Kopf nach Hause. Manchmal wurde auch die Nachbildung einer Hexe in solch einem Feuer verbrannt, so wie es in den Städten und Dörfern ganz Englands häufig mit dem Abbild von Guy Fawkes geschieht.
Der Schauder, den das Fest einst bei den heidnischen Götterdienern hervorrief, wird heute durch die grotesken Köpfe aus Kürbissen, die für die betreffende Nacht ausgehöhlt und mit Mustern versehen werden, mit Partys, zu denen man sich verkleidet, mit Horrorfilmen und anderen Dingen heraufbeschworen, die zu beiden Seiten des Atlantiks einen Höhepunkt der Festlichkeiten zu Halloween darstellen. Die Kürbisköpfe sollen dabei nicht so sehr ihre Träger verunstalten als vielmehr die Geister oder Dämonen erschrecken, die in dieser Nacht draussen umherziehen.
Das Spiel der Kinder, die an diesem Abend von Haus zu Haus gehen und, einem Brauch aus den USA folgend, „Etwas zu essen oder Streich!” rufen, geht auf die alte Tradition zurück, Speise- und Trankopfer hinauszustellen, um die Toten zu beschwichtigen, die kommen, um ihr einstiges Haus zu besuchen. Jetzt sind es die als Geister, Hexen, Goblins oder andere Gestalten verkleideten Kinder, die diese Opfer fordern und dem Hausbesitzer einen Ulk oder ähnliches androhen, falls er sich weigert - ganz in der Manier der Hexen, die zu dieser Zeit angeblich ihr übles Werk an ihren Feinden tun.

 

 

 

 

 

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