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Hexenwesen, Hexerei, Magie
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Gifford, George gest. 1620

Englischer Kleriker, Verfasser von zwei der frühesten und wichtigsten englischen Bücher über das Hexenwesen. Seine kritische Betrachtung des Hexenwesens legte Gifford, ein nonkonformistischer Prediger aus Maldon, Essex, in seinen Schriften A Disouurse oft the Subtle Practices of Devils by Witches and Sorcerers 1587 und A Dialogue Concerning Witches and Witchcrafts 1593 dar. Obwohl Gifford zugab, dass manche sich wahrhaftig für Hexen hielten und dass sie als Gotteslästerer die Todesstrafe verdienten, ermahnte er die Richter, das verfügbare Beweismaterial zu prüfen, wobei er bekundete, man könne sich auf die Aussagen der Hexen ;nicht verlassen. Wenn in einem Fall eine über-natürliche Kraft am Werke sei, machte Gifford geltend, dann sei der wirkliche Schuldige der Teufel selbst, der gewitzt genug sei, sein böses Tun auch ohne die Beteiligung alter Frauen zu vollbringen. Dennoch solle der Einfluss des Satans nicht überbetont werden, da dies nur die Leichtgläubigen ermuntere, sich um Schutz und Hilfe an die weissen Hexen zu wenden, wenn tie sich eigentlich ihrem christlichen Glauben zuwenden sollten.
Gifford wies die Vorstellung zurück, Hesen besässen Hausgeister mit übernatürlicheren, und bestritt, dass eine alte Frau - ganz gleich, ob sie daran glaube, eine Hexe zu sein oder nicht -, Menschen oder Tieren durch Magie Schaden bringen könne. Er beklagte, dass „viel unschuldiges Blut vergossen” worden sei, weil man bei Gericht geneigt sei, in Hexenprozessen unbewiesene Behauptungen zu akzeptieren, und er hob die „Klugen Männer” in den ländlichen Gemeinden hervor, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, Hexen zu identifizieren und magischen Schutz durch Opferung lebender Wesen zu versprechen. Diese Praktiken waren Gifford zufolge heidnischen Ursprungs.
Spätere Generationen bewunderten Gifford für seinen Entschluss, die Leichtgläubigkeit der Menschen in einer Zeit zu kritisieren, da die Mehrheit davon überzeugt war, wirklich von Hexerei bedroht zu sein.

 

 

 

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