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Fery, Jeanne geb. 1559 |
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Französische Nonne, die
in der Zeit von 1573-1585 angeblich von nicht weniger als acht Teufeln
besessen war und damit grosses Interesse erregte. Jeanne Fery litt unter
heftigen hysterischen Anfällen, bei denen sie von Dämonen gepeinigt wurde,
die, wie man feststellte, die seltsamen Namen Heresie, Traitre, Art Magique,
Beleal,Vraye Libert, Namon, Sanguinaire und Homicide trugen. Diese Dämonen
hatten sich das erstemal quälend bemerkbar gemacht, kurz nachdem der Teufel
Jeanne Fery im Alter von vierzehn Jahren angeblich verführt hatte, und waren
bei ihr geblieben, bis sie sich etwa elf Jahre danach einem Exorzismus
unterzog. Die Stärke ihrer Anfälle verringerte sich durch das Baden in
Weihwasser, worauf die Nonne reichliche Mengen von „Schmutz” und „behaarten
Würmern” erbrach. Auch zeigte sie eine Neigung, sich aus Fenstern und in
Flüsse zu stürzen. Von besonderem Interesse für ihre Zeitgenossen waren die
Visionen von der Hölle, die ihr nach ihren eigenen Worten während der
Besessenheit gewährt worden waren. Die Dämonen verursachten ihr auch
seelische Qualen und zwangen sie, zu fluchen und Gott zu lästern. Zu anderen
Zeiten wiederum wurde sie von kindlichen Glücksgefühlen überwältigt. |
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