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Susanna Edwards,
Temperance Lloyd und Mary Trembles, die 1682 wegen Hexerei in Exeter vor
Gericht gebracht wurden. Einer der letzten grossen Hexenprozesse in England,
der sich auf die Stadt Bideford in Devonshire konzentrierte, wo die drei
Frauen angeblich einem Hexenzirkel angehörten. Temperance Lloyd, die Königin
des vermeintlichen Hexenzirkels, hatte bereits zweimal wegen Hexerei vor
Gericht gestanden, während Susanna Edwards vom Teufel persönlich angeworben
worden sein sollte. Mary Trembles war von Susanna Edwards zum Eintritt in
den Zirkel aufgefordert worden.
Als man Susanna Edwards einsperrte, bedachte sie ihren Gefängniswärter mit
einem langen wütenden Blick. Als ihn unmittelbar darauf ein Krampf befiel,
bezichtigte man sie zwangsläufig, über die Macht des bösen Blickes zu
verfügen. Susanna Edwards' Bericht über ihre Begegnung mit dem Teufel auf
dem Parsonage Close erregte grosses Aufsehen. Die freiwillig abgegebenen
phantasiereichen und schockierenden Geständnisse der drei Frauen liessen in
den Augen der Öffentlichkeit nur wenig Raum für Zweifel an deren Schuld.
Nichtsdestoweniger waren einige Beweise, die man gegen die drei Frauen aus
Bideford vorbrachte, mehr als fadenscheinig. Die Aussage eines „Zeugen”
gründete sich auf nichts weiter als auf die Tatsache, dass der Mann gesehen
hatte, wie eine schwarze Katze durch ein Fenster in das Haus einer der
Angeklagten gesprungen war. Roger North schrieb in seinem Bericht über den
Prozess: „Dieser Denunziant sagt, er habe in der Dämmerung eine Katze in ihr
Fenster springen sehen; und dieser Denunziant sagt weiter, dass er
wahrhaftig glaubt, die besagte Katze sei der Teufel, und mehr sagt er
nicht.”
Der Richter, der als „sanfter, passiver Mensch” geschildert wird, zeigte
sich geneigt, Mitleid mit den drei armen, sichtlich verwirrten und
erschreckten alten Frauen zu haben, die da vor ihm standen, doch ganz Exeter
schien anderer Meinung zu sein. North schrieb dazu:
Die Frauen waren sehr betagt, altersschwach und hilflos und wurden unter so
viel Geschrei und wildem Zorn gegen sie zur Gerichtssitzung gebracht, wie es
der Pöbel zu jeder Gelegenheit tut. Die Geschichten von ihren Taten waren in
aller Munde ... die Leute glaubten alles und verfolgten die bedauernswerten
alten Geschöpfe entsprechend.
Es war offensichtlich, dass es einen Aufruhr gäbe, wenn die drei Frauen
freigesprochen würden, und der Richter gab schliesslich auf. Susanna
Edwards, Temperance Lloyd und Mary Trembles wurden zum Tode verurteilt und
am 25. August 1682 gehängt. Es wird berichtet, dass Susanna Edwards und Mary
Trembles auf dem Weg zum Galgen weinten, Temperance Lloyd hingegen
gleichgültig an einem Stück Brot gekaut habe. |