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Hexenwesen, Hexerei, Magie
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Eibe

Immergrünes Gewächs, das lange Zeit mit dem Leben nach dem Tod und deshalb auch mit dem Übernatürlichen im allgemeinen assoziiert wurde. Oftmals auf Friedhöfe gepflanzt, galt die Eibe mit ihren giftigen Nadeln und ihrem dichten Holz als Schutz vor Hexenzauber und vor Geistern. Aus diesem Grund liess man die Eibe oftmals nah am Haus wachsen. Manche Quellen behaupteten sogar, dass viele Kirchen ursprünglich an Stellen errichtet worden seien, in deren Nähe zum Zeitpunkt des Baues bereits eine Eibe gestanden habe. Dementsprechend galt es als unheilbringend, eine Eibe abzuholzen. Auch das Aufstellen von Eibenzweigen im Haus sollte Unglück bringen, denn mit ihnen konnten angeblich böse Geister in das Gebäude gelangen. Das Holz der Eibe wurde einst zum Herstellen von Wünschelruten und Zauberstäben bevorzugt; die Verwendung dieses Materials auch für Waffen stärkte allerdings den Ruf des Gewächses, ein unheilvoller Baum zu sein.
Junge Mädchen, die Hexen bezüglich ihres zukünftigen Partners befragten, erhielten meist den Rat, einen Eibenzweig unter ihr Kopfkissen zu legen. Den Zweig mussten sie allerdings selbst auf einem Friedhof gebrochen haben, den sie noch nie zuvor gesehen hatten.

 

 

 

 

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