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Eberesche |
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Die Eberesche, die den
Druiden als heiliger Baum galt und noch heute wegen ihrer schützenden
Eigenschaften geehrt wird, betrachtete man einst als starkes Abwehrmittel
gegen Hexerei und den bösen Blick und pflanzte sie deshalb oft in Gärten und
nahe ans Haus. Früher befestigten die Bauern häufig einen Ebereschenzweig an
der Tür zum Kuhstall, wenn sie argwöhnten, dass eine Hexe durch Zauberei
Milch von der Herde stahl - was man sich typischerweise so vorstellte, dass
die Hexe entweder in Gestalt eines Hasen oder einer Schlange die Milch
direkt aus dem Kuheuter saugte oder die Milch durch rituelles „Melken” eines
Seilstückes entwendete. Die einzelnen Tiere schützte man vor Hexen, indem
man ihnen Ebereschenzweige mit roter Schnur an die Schwänze band. Um zu
verhindern, dass eine Hexe die Milch sauer werden liess, steckte man einen
Ebereschenstock in den Milchkübel. Eine Herde Schafe oder andere Nutztiere
unter einem Bogen aus Ebereschenholz hindurchzutreiben sollte deren
Unempfänglichkeit gegenüber Hexerei garantieren. Aus ähnlichen Gründen
hatten Reiter mitunter Peitschen aus Ebereschenholz oder trugen
Ebereschenzweige am Hut. |
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