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Daumenschrauben |
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Weitverbreitetes Folterinstrument, das aus einer Art Schraubstock bestand, in dem der Henker die Daumen vermeintlicher Hexen und anderer Verbrecher quetschte, um die Gefolterten zu einem Schuldgeständnis zu zwingen. Die Daumenschrauben, die man in Schottland pilliwinks und in Frankreich gresillons nannte, wurden zwar als milde Form der Folter eingestuft, was jedoch den überlieferten Beschreibungen ihrer Anwendung widersprach. Johannes Junius, den man 1628 in einem Bamberger Gefängnis furchtbar gefoltert hatte, beschrieb in einem Brief an seine Tochter, wie das Blut aus seinen zerquetschten Daumen hervorgeschossen sei, als der Folterknecht die Schrauben immer fester angezogen habe. In der gleichen Weise wurden bei der Folter auch Zehenschrauben angewendet. Um die Qualen zu erhöhen, denen ein Gefolterter beim Aufziehen oder bei anderen Peinigungen ausgesetzt war, legte man ihm häufig auch noch Daumenschrauben an. |
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