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Hexenwesen, Hexerei, Magie
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Dämonen und Dämonologie

Das Studium der Dämonen und ihrer Eigenschaften ist von Theologen und auch Okkultisten jahrhundertelang betrieben worden. Das griechische Wort daimon bezeichnet jede Art von Geist, ob von bösem oder von anderem Wesen, doch die christliche Lehrmeinung forderte, dass alle Geister ausser Gott und seinen Engeln per definitionem dem Guten feindlich gegenüberstünden, und so kam es, dass man „Dämonen” als notwendigerweise böse Wesen verstand. Gelehrte Experten argumentierten, dass der Teufel und seine Günstlinge gefallene Engel seien, die im Dienste Gottes blieben, wobei ihnen eine gewisse Macht zugestanden würde, damit sie den Glauben der Menschen prüfen und jene bestrafen könnten, die vom Pfad der Rechtschaffenheit abgewichen seien.
In den Annalen des Hexenwesens wurden die Dämonen verschiedenen Kategorien zugeordnet. Zu ihnen gehörten die Kobolde, die den Hexen und Zauberern als Hausgeister dienten, sie zu ihren Hexensabbaten trugen und bei ihren Zaubereien halfen; sie liessen sich als Inkubi, Sukkubi und Poltergeister einsetzen. Manche zeigten eine Vorliebe dafür, Priester und Nonnen zu peinigen, während andere ihre Freude daran hatten, den Menschen Alpträume und anderes Unheil zu bringen. Dämonen konnten nach Nicolas Remys Worten ausserdem „die Phantasie eines Menschen so durcheinanderbringen, dass er sich ganz verwandelt vorkommt; und dann verhält sich der Mensch nicht wie ein Mensch, sondern wie das Tier, als das er sich in seiner Phantasie sieht”.
Nach der herkömmlichen Vorstellung war ein Dämon in seiner materiellen Gestalt eine Miniaturversion des Teufels - mit Hörnern, Flügeln, schwarzer Haut und Pferdefüssen. Dennoch traute man ihnen auch die Macht zu, sich ganz nach Wunsch verwandeln zu können. Um beispielsweise junge Männer zu verführen, konnten sie ihnen in Gestalt schöner Frauen erscheinen. Solche Wesen wurden im Mittelalter und auch später auf zahllosen Bildern und Holzschnitten dargestellt, wie sie aus den Mündern von Menschen herausfuhren, die sich einer Teufelsaustreibung unterzogen hatten, und in unmittelbarer Nähe von Menschen lauerten, von denen sie glaubten, sie seien für ihren Einfluss empfänglich. Es herrschte weithin der Glaube, Dämonen könnten riesige Entfernungen zurücklegen und flögen stets bei Nacht, und zwischen ihnen und der Menschheit bestünde eine anhaltende Feindschaft. Allerdings konnte ein geschickter Zauberer seine Macht nutzen, um Dämonen zu seinen Sklaven zu machen.
Nach Meinung vieler Autoren, die sich mit diesem Thema beschäftigten, teilten die Dämonen die Gerissenheit und Schläue ihres Meisters. Jean Bodin schrieb i58o:
Es ist sicher, dass die Teufel ein gründliches Wissen über alle Dinge haben. Kein Theologe kann die Heilige Schrift besser auslegen als sie; kein Jurist verfügt über mehr detaillierte Kenntnis von Testamenten, Verträgen und Klagen; kein Arzt oder Philosoph kann den Aufbau des menschlichen Körpers und die Eigenschaften des Himmels, der Sterne, Vögel und Fische, Bäume und Kräuter, Metalle und Steine besser verstehen.
Über die Hierarchie der Dämonen gab es in den vergangenen Jahrhunderten unter theologischen Fachleuten viele Diskussionen, und es erschienen viele Bücher zu diesem Thema, die Eingreifen des heiligen Bartholomäus' bzw. Johannes' des Täufers half. Dämonen sollten sich auch durch gewisse Amulette und Zauberformeln und überhaupt von jedem abschrecken lassen, der das Zeichen des Kreuzes oder der „Fica” machte oder sich mit Weihwasser, Feuerschein, Spucke, Brot, Salz, Eisen oder Kräutern verteidigte.

 

 

 

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