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Englischer Politiker,
Günstling Jakobs I., der angeblich in die schwarzen Künste eingeweiht war.
Jakob I. war berühmt für seine unnachsichtige Haltung gegenüber überführten
Hexen, schien jedoch die Interessen seines Günstlings zu übersehen, den man
in den Adelsstand erhob und der der zweitreichste Edelmann in England wurde.
Der in Frankreich ausgebildete George Villiers heiratete Katherine Manners,
von der gleichfalls das Gerücht ging, sie sei eine Hexe, die dem König in
dessen letzten Jahren eng zur Seite stand.
Als Jakob 1625 im Sterben lag, soll er in der Hoffnung, sein Leben zu
verlängern, dem Herzog und dessen Frau erlaubt haben, eine ungewöhnliche
Zeremonie abzuhalten. Das Paar ging unter strengster Verschwiegenheit ans
Werk. Jakob sah zu, wie sie in die Rollen von Gottvater und einer Hebamme
schlüpften, ein Ferkel in ein christliches Taufkleid steckten, eine rituelle
Taufe abhielten und dabei dem Tier den Namen Jakob gaben; dann jagten sie
das Ferkel zur Tür hinaus, damit es die Krankheit des Königs mit sich
fortnähme. Unglücklicherweise schlug der Zauber fehl, und der König starb.
Als Karl I. von 1629–1640 ohne Parlament regierte, war eigentlich der Herzog
Herrscher über England, doch ihn konnte keine Zuflucht zur Hexerei vor einem
frühen Tod schützen. Er wurde bei einer Inspektion der Flotte in der
Marinewerft von Portsmouth von einem entlassenen Offizier erstochen.
George Villiers, der Zweite Herzog von Buckingham trat als angesehener
Staatsmann in die Fussstapfen seines Vaters. Auch er stand in dem Ruf, ein
Vertreter der Hexenkunst zu sein. Er wuchs in der königlichen Familie auf
und lebte nach dem Bürgerkrieg im Exil, erhob jedoch durch die Heirat mit
Mary Fairfax, der Tochter eines Abgeordneten, Anspruch auf die Rückgabe
seiner Besitztümer und wurde einer der ausschweifendsten Höflinge Karls II.
sowie oberster Minister und ein erfolgreicher Bühnenautor. 167o traf der
Herzog als Botschafter in Frankreich Catherine Deshayes, die bekannte
Leiterin eines Hexenzirkels, und nahm wohl auch an einem ihrer Hexensabbate
teil, bei dem nackte Frauen als Altar dienten. 1672 begab er sich ein
zweites Mal nach Paris und besuchte dort wieder den Zirkel von Catherine
Deshayes. Später überwarf er sich mit dem König, nachdem man ihn, auf den
Druck seiner politischen Gegner hin, aus dem Amt entlassen hatte. |