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Eine durch Hypnose
hervorgerufene Bewusstseinsveränderung, die eine
Konzentrationssteigerung bei dem betreffenden Menschen bewirkt und
unterbewusste Erinnerungen nach oben holt. Hypnotherapeuten sorgen für
eine zunehmende Beruhigung ihrer Klienten, oft durch Zählen oder durch
schrittweise Entspannung des Körpers von den Füssen bis zum Kopf. Die
europäischen Hypnotherapeuten haben als erste den Wert der Imagination
für therapeutische Zwecke erkannt und Entspannungstechniken mit
gelenkter Phantasie gekoppelt. Alfred Binet beispielsweise forderte
seine Patienten auf, mit den Bildern zu »sprechen« die bei der
»provozierten Innenschau«, wie er es nannte, auftraten. Wolfgang
Kretschmer nannte diesen Vorgang 1922 das »Bilderstreifendenken« -
Denken in filmartigen Bildfolgen. Kretschmer hielt die hypnotische
Trance für eine gute Methode, innere psychische Probleme blosszulegen,
die sich im Bewusstsein des Betreffenden darstellten.
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Medial: lm
Spiritismus und in manchen Primitivreligionen ist die Trance eines
Menschen dadurch gekennzeichnet, dass er andere als seine vertrauten
Verhaltensmuster bei normalem Bewusstsein zeigt. Diese sind durch eine
Sekundärpersönlichkeit verdrängt worden, die so handelt, als sei das
Medium von einer fremden Persönlichkeit »besessen«. Die
Sekundärpersönlichkeit wird im Spiritismus Kontrolle genannt und von
primitiven Völkern oft als Gottheit oder Ahnengeist gedeutet. Medien
sind sich ihrer psychischen Transformation in der Trance meist gar nicht
bewusst und erinnern sich auch nicht an bestimmte Äusserungen oder
Voraussagen, die dabei gemacht worden sind.
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Schamanistisch: Die
Trance der primitiven Religionen ist ein Zustand, in dem der Schamane
auf eine Seelenreise geht. Er unternimmt diese Reise, um von den
Schöpfergöttern, deren Gesetze und Tabus in der betreffenden
Gesellschaft massgeblich sind, Informationen oder auch visionäre
Eingebungen zu empfangen. Durch partielle sensorische Deprivation und
den Umsitz von Rhythmus-Instrumenten, die ihn seinem visionären Ziel
näher bringen sollen, eröffnet sich der Schamane die magische Dimension.
Seine Trance unterscheidet sich insofern von der Trance eines
spiritistischen Mediums, als er vollbewusst auf seine visionäre Reise
echt und hinterher über seine Begegnung mit den Göttern Bericht
erstatten kann. Die Götter ergreifen nicht von ihm Besitz, wie es im
Mediumismus offenbar der Fall ist. Bei manchen schamanistischen
Initiationen wird allerdings der Körper des Schamanen verwandelt, um
übernatürliche Kräfte aufnehmen zu können. Siehe auch Schamanismus.
Medizinische Untersuchungen haben ergeben, dass auch ohne den Gebrauch
bewusstseinsverändernder Drogen halluzinatorische Erlebnisse provoziert
werden können, vorwiegend durch erhöhte Gefühlsbereitschaft und
gespannte Konzentration auf monotone Rhythmen. Es ergibt sich eine
veränderte Muskelentspannung bei sonstiger Entspanntheit, eine
gesteigerte Aktivierung der Phantasie bei schlafähnlicher Loslösung von
der Aussenwelt, wodurch sich visionäre und auditive Erlebnisse
geometrische Formen, Farbschleier, schliesslich personalisierte Inhalte
des Unbewussten zeige Der Neurologe beobachtet im Elektroenzephalogramm
»langsame Theta-Wellen«, der Körper produziert Beta-Endorphine. Nach den
Studien der Anthropologin Felicitas Goodman spielt die Körperhaltung
beim Einstieg in den Trance-Zustand eine Rolle für das Erzielen
bestimmter Arten von subjektiven Erlebnissen. Intuitive Erkenntnisse im
Sinne einer »Mehrleistung« gegenüber der Alltagswelt, etwa
Hellsichtigkeit, sind offenbar möglich.
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