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Tanne |
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Nadelbaum mit mannigfaltiger magischer und mystischer Bedeutung. In Phrygien war sie der Kybele geweiht, und nach altrömischer Mythologie verwandelte Rhea Attis in eine Tanne, um seinen Tod zu verhindern. Die Römer betrachteten noch geschlossene Tannenzapfen als Sinnbild der Jungfräulichkeit, die dementsprechend der Diana geheiligt waren. Auch Dionysos war die Tanne heilig; seine Anhänger schmückten sich oft mit Tannenzweigen. Gelegentlich symbolisiert die Tanne als Weltenbaum die »Weltachse«. Für Schamanen dient sie als Brücke zwischen der Alltagswelt und der Dimension des Übernatürlichen. Ihnen ist sie der »universale Baum«, der im »Mittelpunkt der Welt« wächst. Eine Jakuten-Legende erwähnt, dass die Seelen der Schamanen in einer Tanne auf dem Berg Dzokuo geboren würden, und eine andere gibt an, grosse Schamanen sässen in den höchsten Ästen der Tanne, weniger bedeutende in den unteren Bereichen. |
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