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Stechapfel |
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Besonders bei den Schamanen Mexikos und Südamerikas gebräuchliches psychedelisches Nachtschattengewächs, mit dem sich magische Vorstellungen verbinden. Zu Pulver zerstossene Samen des Stechapfels werden dem einheimischen Bier beigemischt, der so erzeugte Rausch ist von lebhaften Halluzinationen begleitet, die unter Umständen bis zu drei Tagen andauern. Jivaro-Schamanen nutzen diese Erfahrung zur Diagnose von Krankheiten und Aufklärung von Diebstählen. Das Pflanzengift kann auch Klanghalluzinationen hervorrufen und zu Gesprächen mit imaginären Wesen führen. Bei manchen mexikanischen Indianerstämmen wird dem Datura-Rausch die Eigenschaft zugeschrieben, hellsichtig zu machen, so etwa bei den Tzeltal, Huaxteken und Maya. Stechapfelpräparate werden, meist dann eingenommen, wenn ein Gegenstand in Verlust geraten ist und wiedergefunden werden soll, oder wenn Antwort auf eine bestimmte Frage angestrebt wird. |
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