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Ein Mensch, der die
Kunst der Magie beherrscht; allgemeine Bezeichnung für einen
Ritualmagier, der Gottheiten oder Geister anruft, magische Insignien wie
Umhänge, Schwerter, Kelche, Dolche und Zauberstäbe benutzt und sich auf
bestimmte Kräfte und übernatürliche Mächte beruft. Nichtokkultisten
bezeichnen damit auch jemanden, der sich auf das Zaubern versteht,
obwohl es sich dabei meist nur um Bühnentricks handelt, die nichts mit
der zeremoniellen Magie und den durch Rituale eingeleiteten magischen
Bewusstseinszustand zu tun hat. Siehe auch rituelle Magie.
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Der Magier oder
Gaukler ist im Tarot ein Sinnbild für die keusche oder »reine« männliche
Energie im Kosmos und die genaue Entsprechung zur jungfraulichen Göttin,
der Hohenpriesterin. Der Pfad des Magiers liegt im kabbalistischen Baum
des Lebens über dem Abyssus und steht damit in einem archetypischen
Sinne über der Schöpfung. Mit hocherhobener Hand zieht der Magier die
schöpferischen Kräfte der Kether herab, die dann durch den Baum des
Lebens hindurchfliessen können. Bei einigen Tarot-Spielen ist der Magier
im Garten Eden abgebildet, wiederum ein Verweis auf seine Reinheit.
Mythologisch ist der Magier Thot, dem Logos des Universums, verbunden,
einer höheren Form des Hermes oder Merkur, der mit Hod weiter unten im
Baum in Zusammenhang steht. Der Magier entspricht in der Kabbala dem
Pfad zwischen den Sephiroth Binah und Kether.
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