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Magie |
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Die Nutzbarmachung der geheimen Kräfte in der Natur und der Versuch, zu eigenen Zwecken Einfluss auf Ereignisse zu nehmen. Liegen gute Absichten zugrunde, spricht man von weisser Magie; ist jedoch bezweckt, anderen Schaden zuzufügen oder Eigentum zu zerstören, wird sie als Schwarze Magie bezeichnet. Magier bedienen sich einer Vielzahl von Ritualen. Zuweilen versuchen sie, etwa beim Analogiezauber, das gewünschte Ergebnis vorwegzunehmen, indem sie Modelle von wirklich existierenden Menschen oder Gegenständen benutzen oder zeremonielle Festgewänder anlegen, um sich symbolisch mit einer bestimmten Gottheit zu identifizieren. Manche Handlungen der Schwarzen Magie basieren auf der Vorstellung, dass einer Person durch Abbrennen oder Spicken einer Wachspuppe mit Nägeln Schaden zugefügt werden kann. Gelegentlich werden auf ähnliche Weise auch positive Effekte angestrebt. The Magus - ein klassisches Lehrbuch der Magie von F. Barrett - enthält ein »Sündenbock«-Ritual, bei dem Krankheit und Schmerzen einer Kranken einem ahnungslosen Frosch übertragen werden: »Man nehme vor Sonnenaufgang herausgetrennte Froschaugen und befestige sie an den Brüsten einer kranken Frau. Sodann lasse man den Frosch blind ins Wasser zurückspringen. Alsbald wird die Frau von ihrem Leiden erlöst sein....« Das Entfernen der Augen soll in diesem Fall die Herrschaft des Magiers über den Frosch bekräftigen, der nun nicht mehr in die Freiheit hüpfen kann. Die Frauenbrüste mit ihrer lebensspendenden Milch symbolisieren Gesundheit, und das Hineinwerfen des Frosches ins Wässer ist ein ritueller Akt der Reinigung. So gesehen, trägt der Frosch die Krankheit hinweg. Die moderne westliche Magie, insbesondere die Praxis von Gruppen, die sich an die Riten des Hermetischen Ordens der goldenen Dämmerung anlehnen, sieht ihre Hauptaufgabe in der Selbst-Initiation ihrer Mitglieder und muss in erster Linie als Form der weissen Magie betrachtet werden. Es sollen allerdings magische Angriffe und rituelle Praktiken vorgekommen sein, bei denen bestialische oder dämonische Machte angerufen wurden, die wohl eher der Schwarzen Magie angehören. Weissmagier sind bestrebt, die spirituellen Archetypen des Unbewussten zu aktivieren, und identifizieren sich zu diesem Zweck mit lebenserhaltenden Gottheiten wie Osiris, Thot, Apollo, Re und Horus sowie Isis, Aphrodite, Hathor, Demeter und Persephone. Schwarzmagier hingegen verehren solche animalisch-menschlichen Prototypen wie den Teufel, den gehörnten Gott, Lilith und eine Vielzahl anderer Personifikationen der Finsternis und des Bösen. |
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