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Lykanthropie, vom griech. Iykos, »der Wolf«, und anthropos, »der Mensch« |
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Unter Anhängern des Hexenwesens und der Zauberei verbreiteter Glaube, dass der Mensch sich in einen Wolf verwandeln kann. Der Wolf galt in der europäischen Überlieferung, die zahlreiche Werwolf-Legenden kennt, als das wildeste Raubtier, und der Zauberer, der sich in einen Wolf verwandeln konnte, verkörperte in sich die Kraft und den Schrecken, der von diesem Tier ausging. Der Begriff bezeichnet im weiteren Sinne auch die magische Handlung, durch die ein Mensch sich in ein wildes Tier verwandelt, zum Beispiel in eine Hyäne oder einen Tiger. So gibt es die Vorstellung von »Leopardenmenschen« in verschiedenen Gebieten Afrikas und im Kongo Geschichten von einem »Schakalmenschen«. Einige der Lykanthropie-Legenden könnten das Ergebnis psychedelischer Drogen-Erfahrungen sein. Man nimmt heute an, dass halluzinogene Hexentränke für die Geschichten von Hexen, die auf einem Besen durch die Lüfte zum Sabbat fliegen, verantwortlich sind. Parallel dazu glauben viele Schamanen, von denen einige auch psychedelische Sakramente zu sich nehmen, dass sie sich verwandeln und die Gestalt ihres Machttieres annehmen können. |
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