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Im Mittelalter eine
religiöse Bewegung, die fälschlicherweise häufig mit Teufels-Anbetung,
Satanismus und Schwarzer Magie gleichgesetzt wurde. Heute wird der alte
Hexenglauben von Experten im allgemeinen als Volksreligion betrachtet,
in der sich Aberglauben, Wahrsagerei, Sage und Kräuterkunde mit den
Überresten verschiedener vorchristlicher religiöser Überzeugungen
vermischten, zum Beispiel der Kelten und Druiden. Der Hexenglauben hat
viel mehr mit den vielfältigen Formen der Naturverehrung und den
Fruchtbarkeitskulten zu tun als mit den diabolischen, satanischen
Praktiken von Schwarzmagiern, deren grösster Widersacher die christliche
Kirche ist. Aber die Organe der mittelalterlichen Inquisition machten
keinen Unterschied zwischen Heiden und Ketzern, sie verfolgten alle ohne
Ausnahme. Der berüchtigte Malleus Maleficarum, der Hexenhammer,
schildert eingehend, wie die Verfolgung der Hexen vonstatten ging. An
Gestalten wie Matthew Hopkins und anderen an der Salemer Hexenverfolgung
Beteiligten wird deutlich, wie grausam man seinerzeit mit
Andersdenkenden umsprang.
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Das heutige
Hexenwesen – Wicca - ist eine neu-heidnische Bewegung, die stark von
Leuten wie Gerald Gardner, Alex Sanders, Margaret Murray und Starhawk
beeinflusst wurde. Es gründet sich auf den alten Glauben und ist in
erster Linie ein Kult um die Grosse Göttin in ihren \erschiedenen Formen
als Artemis, Astarte, Aphrodite, Diana, Hekate usw. und greift damit auf
viele der alten Pantheons zurück. Von der modernen Magie unterscheidet
es sich vorwiegend dadurch, dass statt der Sonnengötter eher die
Mondgöttinnen verehrt werden. Im modernen Hexenwesen spielen Frauen die
dominierende Rolle. Die Mitgieder eines Covens treffen sich regelmässig
zum Hexensabbat, um die jahreszeitlichen Feste rituell zu begehen. Für
die Rituale sind die Hexen entweder in Zeremonialgewänder gekleidet oder
nackt. Im Ritual wird stets die Göttin in einer ihrer Formen angerufen
und »der Mond vom Himmel geholt«, das heisst die Mondenergie in den
magischen Kreis herabgeleitet.
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