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Eiche |
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Ein Baum, dem seit grauer Vorzeit in den verschiedensten Kulturen eine mythische oder magische Bedeutung zukommt. Den Juden war sie heilig, weil Abraham unter ihren Zweigen einem Engel Jehovas begegnet war, und die Anhänger des phönizischen Gottes Ba'al brachten süsse Rauchopfer »unter allen dichten Eichen« dar. Das Zeus-Orakel von Dodona im Nordosten Griechenlands befand sich in einem Eichenhain, und Sokrates hat die Eiche als den »Orakelbaum« bezeichnet. Bei den Römern war die Eiche der heilige Baum ihres Gottes Jupiter, und bei den Druiden waren Eiche und Mistel die wichtigsten Bestandteile aller Riten. Bei den schottischen und irischen Kelten galt die Eiche als heiliger Baum ihres Hochgottes Dagda, und bei den Germanen, wo sie auch »Baum des Donners« hiess, war sie dem Thor geweiht. St. Bonifatius fällte im Jahre 723 die Donar-Eiche bei Geismar. |