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Aberglaube |
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Bedeutet nicht, wie in populären Büchern oft behauptet wird, »falscher Glaube«, sondern soll einen übertriebenen Glauben ohne hinreichenden Grund bezeichnen. Die Potenzierung der Glaubensbereitschaft über das vernünftige Mass hinaus. Da es immer von der Meinung der Mehrheit der jeweiligen Zeitgenossen abhängt, was normalerweise noch geglaubt werden darf und was bereits widersinnig ist, ist die Grenze zwischen Glauben und Aberglauben naturgemäss fliessend. Vielfach wird der als abergläubisch bezeichnete Bereich volkstümlicher Überzeugungen heute von der Wissenschaft als Sammelbecken altertümlicher Glaubensinhalte geschätzt, als Reservat anderweitig bereits von neueren Geisteswelten hinweggefegten Ansichten über Welt und Überwelt In den genannten Disziplinen spricht man daher heute nicht mehr von »Aberglauben« mit der abschätzigen Bedeutung des Wortes, sondern versucht, sich mit den einzelnen Inhalten vorurteilsfrei registrierend auseinander zusetzen. |
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