| Götter, Dämonen |
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Ischtar (ursprüngliche Namensforrn Eschtar) |
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Babylonische (akkadische) Göttin der Liebe und des Geschlechtslebens. Ein Mythos erzählt von ihrem Gang zur Unterwelt, wo ihre Schwester Ereschkigal herrschte; ihr Weg führte sie durch sieben Tore, bei denen sie nach und nach alle Kleider und Schmuckstücke verlor – symbolischer Hinweis auf den Verlust aller Macht. Mit Ischtars Verschwinden hörte alle Zeugung auf der Erde auf. Obwohl sie „Jungfrau“ genannt wird, hat sie doch zahlreiche Liebhaber, so vor allem Tammuz. Neben dem erotischen Aspekt hat sie – wie die ihr entsprechende Inanna – auch noch eine kriegerische und eine astrale Funktion. Sie ist Göttin des Venussterns und wird auf mittel- und neubabylonischen Grenzsteinen durch einen achtstrahligen Stern symbolisiert. Ihr Bruder ist Schamasch. Infolge ihrer überragenden Bedeutung konnte ihr Name als Appelativum auch einfach „Göttin“ bedeuten; istarata sind die „Göttinnen“. Der Kult Ischtar gelangte auch nach Syrien; ihr erotischer Aspekt wird durch die in heraldischer Anordnung oft verdoppelte Taube symbolisiert. Erwähnenswert ist noch ein Hymnus, der von einer/einem „bärtigen Ischtar“ spricht, wobei unbekannt ist, ob es sich um eine Gottheit schwankenden Geschlechts oder um eine bisexuellen Charakters handelt. |
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