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Baal (1) |
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Das westsemitische Wort ba'I bedeutet „Eigentümer, Herr“ und diente in Altsyrien zur Bezeichnung mehrerer Gottheiten, deren Aspekte mit Natur, Fruchtbarkeit und Wetter zu umschreiben sind. Einzelne Lokalgötter werden durch Beifügung des Ortsnamens gkennzeichnet, so etwa Baal-Sidon oder Baal-Libanon; der Baal von Tyrus wurde als Melqart bekannt. In Ugarit wurde das Appelativum Baal zum persönlichen Namen des Gottes; er ist der „Herr“ schlechthin, der das Epitheton Alijan („der Mächtige“) hat. Ursprünglich war er wohl ein Naturgott, der die Erde fruchtbar macht; als solcher hat er den Getreidegott Dagan zum Vater; nach genealogischer Aufzählung wird allerdings El als Vater angegeben. In seiner komplexen Gestalt verbindet er sich mit dem Wettergott Hadad und zeigt schliesslich wie der altmesopotamische Tammuz die Züge eines sterbenden und wiederauferstehenden Gottes. Sein Königtum, seine Jagden und Kämpfe gegen den Meergott Jamm und den Todesgott Mot, sein Abstieg in die unterwelt und seine Wiederkehr stehen im Mittelpunkt der epischen Texte. Dargestellt wird er mit Keule und Blitzsymbol in seinen Händen, auf dem Haupt die Hörnermütze. Mit den Hyksos kam der Glaube an Baal auch nach Ägypten, wo er später mit Seth identifiziert wurde. Der westsemitische Baal entspricht etymologisch dem altmesopotamischen Bel. |
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