| Götter, Dämonen |
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Apollon, Apollo |
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Griechischer Gott, wahrscheinlich kleinasiatischen Ursprungs. Seine Eltern waren Zeus und Leto, seine Zwillingsschwester Artemis, sein Sohn der Arztgott Asklepios. Bei seiner Geburt auf Delos umfasste die werdende Mutter eine Palme, ein Han (Kündes des Lichtes) war zugegen und die ganze Insel leuchtete golden auf-, schon kurz danach tötete das göttliche Kind den Python und erhielt den Beinamen Pythios. Im Winter ging Apollon in das im Nordeni gelegene Land der Hyperboreer, von wo er alljährlich mit einem Schwanengespann zurückkehrte; zu den ihm nahe stehenden Tieren gehörte auch der Delphin, in den er sich einmal verwandelte. Das aus der antiken Kunst bekannte Motiv des eine Eidechse tötenden Apollon (Sauroktonos) wird gedeutet als Symbol für die Sehnsucht des Tieres, von der Hand des Lichtgottes zu sterben. Unter den Pflanzen war ihm der Lorbeer heilig. An Liebschaften seien besonders die zu dem schönen Jüngling Hyakinthos und zur Nymphe Daphe erwähnt. Apollon hat mehrere Funktionen: als Beschützer der Viehzucht wehrt er die Wölfe ab (daher sein Name Lykeios), als Förderer des Ackerbaus vertreibt er die Feldmäuse, als vor dem Hause stehender StSteinpfeiler schützt er das Haus und seine Bewohner. Er ist Heilgott (mit Schlange als Attribut) und und Sühnegott, dessen Pfeile Krankheit und Tod bringen. Vor allem aber ist er der Gott der Weissagungen, seine berühmtesten Orakelstätten waren Delphi und Delos. Als Gott der Musen ist er oft mit der Leier dargestellt; er verleiht die Gabe des Gesangs und der Musik. Schliesslich ist die Verehrung als Sonnengott (Helios) ab dem 6. vorchristlichen Jahrhundert nachweisbar. Der ursprünglich kultisch gemeinte Beiname Phoibos („der Lichte“, „der Reine“) erhiehlt bald auch ethische Bedeutung. Apollon wurde als erster griechischer Gott in Italien eingeführt. Kaiser Augustus erblickte in ihm seinen persönlichen Schutzgott. |
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