eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Altes Wissen
Aa-Ac Ad Ag-Ai Aj-Al Am-Ang Ani-Ap Ar As At-Au Av-Az Ba Be-Bh Bi-By Ca-Cha Che-Cz
      Da-Day De-Dh Di-Dz Ea-El Em-Ez F Ga Ge-Gz Ha Hea-Hex Hi-Hy Ia-Ik Il-Iz Ja Je-Jz
      Ka-Kam Kan-Kav Ke-Ko Kr-Kul  Kum-Kz  La-Lh  Li-Lz  Ma-Maham  Mahap-Manas
   Mas-Men Mer-Mot Mu-Mz Na-Nar Nas-Nim Nip-Nz O Pa-Pap Par-Pav Peh-Pip
     Pis-Pral Pram-Prot Psch-Put Pyg-Q R-Ras Rat-Rz S-Sak Sal-Sams Samt-Sant
 Sao-Sau Sch-Se Sh-Sin Sir-Sov Sp-St Sub-Sur Sus-Sz
 Ta-Tap Tar-Tha The-Tir Tis-Tris Trit-Tz U Va-Vay Ve-Vz WXY Z
 

Typhon

Typhon ist ein Aspekt oder Schatten des Osiris. Er ist nicht, wie Plutarch behauptet, das gesonderte „Prinzip des Bösen" oder der Satan der Juden, sondern eher die niederen kosmischen „Prinzipien" des göttlichen Körpers des Osiris, des Gottes in ihnen. Dabei ist Osiris das personifizierte Universum als eine Ideation und Typhon dasselbe Universum in seiner materiellen Verwirklichung. Vereint sind die beiden Vishnu-Siva. Die wahre Bedeutung des ägyptischen Mythos ist, dass Typhon die irdische, materielle Hülle des Osiris ist, der deren innewohnender Geist ist.
In Kapitel 42 des Rituals (des Ägyptischen Totenbuchs) wird Typhon als „Seth, früher Thot genannt" beschrieben. Orientalisten sind sehr verwirrt, wenn sie entdecken, dass Seth-Typhon in einigen Papyri als „ein grosser und guter Gott" angesprochen wird und in anderen als die Verkörperung des Bösen. Doch wird nicht Siva, einer der drei Aspekte des hinduistischen Trimurti, bald als „der beste und mildtätigste der Götter", bald als „ein dunkler, schwarzer, zerstörender, schrecklicher" und „grimmiger Gott" dargestellt? Ist nicht Loki, der skandinavische Typhon, nachdem er in früheren Zeiten als ein wohltätiges Wesen, als der Gott des Feuers, der waltende Genius des friedlichen häuslichen Herdes beschrieben worden war, plötzlich vom Rang gestürzt und unverzüglich eine Kraft des Bösen geworden, ein Satan der kalten Hölle und ein Dämon der schlimmsten Art?
Es gibt einen guten Grund für eine solche immer wieder zu beobachtende Umwandlung. Solange diese dualen Götter als Symbole des Guten und des notwendigen Bösen bzw. des Lichtes und der Dunkelheit eng vereinigt bleiben, solange sie also für eine Kombination differenzierter menschlicher Eigenschaften oder der diesen entsprechenden Elemente stehen, so lange sind sie eine Verkörperung des durchschnittlichen persönlichen Gottes. Sobald sie jedoch in zwei Wesenheiten getrennt werden, die jeweils beide Charakteristika aufweisen, werden sie zu den beiden entgegengesetzten Polen des Guten und des Schlechten, des Lichtes und der Dunkelheit. Dann werden sie zwei unabhängige und getrennte Wesenheiten oder besser Persönlichkeiten. Nur mittels Sophisterei ist es den Kirchen bis heute gelungen, in den Gemütern der wenigen die jüdische Gottheit in ihrer ursprünglichen Einheit zu bewahren. Wären sie logisch vorgegangen, hätten sie Christus von Jehova getrennt, Licht und Güte von Dunkelheit und Schlechtigkeit. Genau dies geschah mit Osiris-Typhon. Doch kein Orientalist hat es verstanden, und so wächst ihre Verwirrtheit immer weiter. Wenn Typhon einst als ein integraler Teil des Osiris anerkannt wird, geradeso wie Ahriman ein untrennbarer Teil des Ahura Mazda ist und die Schlange der Genesis der dunkle Aspekt der Elohim, die zu unserem „Herrn Gott" verschmolzen wurden, dann verschwindet jede Schwierigkeit bezüglich seiner Natur.
Typhon ist ein späterer Name des Seth, ein spaterer, aber dennoch alter Name, der in der Tat bereits in der vierten Dynastie auftaucht. Im Ritual ist zu lesen: „0 Typhon-Seth! Ich rufe dich an, schrecklicher, unsichtbarer, allmächtiger Gott der Götter, der du zerstörst und Verwüstungen anrichtest." Typhon gehört ganz entschieden zu derselben symbolischen Kategorie wie Siva, der Zerstörer, und Saturn, der „dunkle Gott". Im Ägyptischen Totenbuch wird Seth in seiner Schlacht mit Thot (Weisheit) – der sein spiritueller Gegenspieler ist – entmannt, wie es Saturn-Kronos und davor Uranos geschah. Wie Siva mit dem Stier Nandi eng verbunden ist – einem Aspekt von Brahma-Vishnu, den schöpferischen und erhaltenden Kräften –, so ist Seth-Typhon mit dem Stier Apis verbunden, und beide Stiere sind ihren jeweiligen Gottheiten geweiht und eng mit ihnen verwandt. Wie Typhon ursprünglich als ein aufrechter Stein angebetet wurde, als der Phallus, so wird Siva bis heute als ein Linga dargestellt und angebetet. Siva ist Saturn. Tatsächlich scheint Typhon-Seth für mehr als einen Gott des späteren ritualistischen Zyklus als Prototyp gedient zu haben, sogar für den Gott der Juden, denn einige seiner ritualistischen Vorschriften sind wörtlich in den Gesetzeskodex und den Kanon der religiösen Riten des „auserwählten Volkes" übergegangen. Wer von den Bibelanbetern kennt den Ursprung des Sündenbocks (es oder asa), der zur Sühne in die Wildnis geschickt wurde? Wissen sie eigentlich, dass der Ziegenbock Zeitalter vor dem Exodus des Moses dem Typhon heilig war und dass die Ägypter über dem Kopf jener typhonischen Ziege ihre Sünden bekannten, wonach das Tier in die Wüste getrieben wurde? „Und Aaron soll den Sündenbock (Asasel) nehmen ... und seine beiden Hände auf den Kopf des lebendigen Ziegenbocks legen und über ihm bekennen alle Missetat der Kinder Israels ... und soll ihn ... in die Wüste bringen lassen" (3. Mo-se 16). Und wie der Ziegenbock der Ägypter bei Typhon sühnte, so „sühnte" der Ziegenbock der Israeliten „vor dem Herrn".
Erinnern wir uns also daran, dass bei den philosophischen Alten jeder anthropomorphe schöpferische Gott der „Lebensspender" und der „Todeshändler" war – Osiris und Typhon, Ahura Mazda und Ahriman usw. Damit wird es für uns einfach zu verstehen, dass Typhon lediglich ein Symbol für die niedere Vierheit war, für die sich stets widerstreitenden und ungestümen Prinzipien differenzierter, chaotischer Materie, ob im Universum oder im Menschen, während Osiris die höhere, spirituelle Triade symbolisierte. Typhon wird im Ritual als jemand angeklagt, der „Vernunft aus der Seele stiehlt". Folglich kämpft er in der Sage mit Osiris und zerschneidet ihn in vierzehn (zweimal sieben) Stücke, wonach er – nun ohne die ausgleichende Kraft des Guten und des Lichtes – in Böses und Dunkelheit eingetaucht bleibt. So wird die von Plutarch erzählte Fabel als eine Allegorie verständlich. Dieser versichert, dass Typhon, in seinem Kampf mit Horus besiegt, „sieben Tage lang auf einem Esel floh, schliesslich entkam und die Jungen Hierosolymos und Iudaios zeugte". Da nun Typhon in einer späteren Periode in der Gestalt eines Esels angebetet wurde und da der Name des Esels ao oder (phonetisch) iao lautet, indem die Vokale das Schreien des Tieres nachahmen, ist offensichtlich, dass Typhon absichtlich mit dem Namen des jüdischen Gottes verschmolzen wurde, wie die beiden Namen Judäa und Jerusalem – von Typhon gezeugt – hinreichend durchblicken lassen.


 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik