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Die Taufe ist der Ritus
der Reinigung, der während der Zeremonie der Initiation in den heiligen
Zisternen Indiens durchgeführt wurde, und ebenso der spätere identische
Ritus, der von Johannes „dem Täufer" begründet und von seinen Schülern und
Anhängern praktiziert wurde, die keine Christen waren. Dieser Ritus hatte
ein ehrwürdiges Alter, als er von den Chresten der ersten Jahrhunderte
übernommen wurde.
Die Taufe gehörte zur frühesten chaldäoakkadischen Theurgie. Sie wurde aus
religiösen Gründen in nächtlichen Zeremonien in den Pyramiden durchgeführt,
wo bis zum heutigen Tag das Taufbecken in Gestalt des Sarkophags zu sehen
ist. Unseres Wissens fand die Taufe während der Eleusinischen Mysterien in
den heiligen Tempelseen statt, und sie wird auch heute noch von den
Nachkommen der alten Sabier praktiziert. Die Mandäer (die El Mugtasila der
Araber) sind trotz ihres irreführenden Namens „Johanneschristen" weniger
Christen als die orthodoxen muslimischen Araber in ihrer Umgebung. Sie sind
reine Sabier. Dies wird ganz natürlich erklärt, wie der grosse semitische
Gelehrte Renan in seinem Vie de Jesus gezeigt hat: Das aramäische Verb seba,
der Ursprung der Bezeichnung Sabier, ist ein Synonym eines griechischen
Wortes.
Die modernen Sabier, die Mandäer, deren Vigilien und religiöse Riten, von
Angesicht zu Angesicht mit den schweigenden Sternen, von verschiedenen
Reisenden beschrieben worden sind, haben die theurgisehen Taufriten ihrer
entfernten und nahezu vergessenen Vorväter, der chaldäischen Initiierten,
noch bewahrt. Ihre Religion beinhaltet vielfache Taufen, sieben Reinigungen
im Namen der sieben planetarischen Regenten, der „sieben Engel der
Gegenwart" der römisch-katholischen Kirche. Die protestantischen Baptisten
sind nur die blassen Nachahmer der El Mugtasila oder Nazaräer, die ihre
gnostischen Riten in den Wüsten Kleinasiens praktizieren. |