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Tao-te-king |
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Das Tao-te-king, wörtlich „Das Buch von der Vervollkommnungsfähigkeit der Natur", wurde von dem grossen Philosophen Lao-tse geschrieben. Es ist eine Art Kosmogonie, die alle Grundlehren der esoterischen Kosmogenese enthält. Laut Lao-tse gab es am Anfang nichts als grenzenlosen und endlosen Raum. Alles, was lebt und ist, wurde in ihm geboren, aus dem „Prinzip, das durch sich selbst existiert, indem es sich selbst aus sich selbst entwickelt", d. h. aus Swabhavat. Da sein Name unbekannt ist und seine Essenz unergründbar, haben Philosophen es Tao (Anima Mundi) genannt, die unerschaffene, ungeborene und ewige Energie der Natur, die sich periodisch manifestiert. Natur wie auch Mensch werden mit zunehmender Reinheit Ruhe erlangen, und dann werden alle eins mit Tao, das die Quelle aller Seligkeit und allen Glücks ist. Wie in den hinduistischen und buddhistischen Philosophien dargelegt ist, kann eine derartige Reinheit, Seligkeit und Unsterblichkeit nur durch das Ausüben der Tugend und durch vollkommene Ruhe unseres weltlichen Geistes erlangt werden. Das menschliche Gemüt muss die stürmische Tätigkeit der physischen Natur des Menschen unter Kontrolle bringen und schliesslich überwinden und vernichten; und je früher wir den erforderlichen Grad moralischer Reinigung erreichen, um so glücklicher werden wir uns fühlen. Der berühmte Sinologe Pauthier merkte an: „Menschliche Weisheit kann niemals eine heiligere und tiefere Sprache benutzen." |
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