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Mistel |
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Die Mistel, diese seltsame Pflanze, die nur als Parasit auf anderen Bäumen wie dem Apfelbaum und der Eiche wächst, war in einigen alten Religionen eine mystische Pflanze, besonders in der Religion der keltischen Druiden. Die druidischen Priester schnitten die Mistel zu bestimmten Jahreszeiten mit grossem Zeremoniell und nur mit einem besonders geweihten goldenen Messer. Hislop schlägt als religiöse Erklärung vor, dass die Mistel, da sie ein Zweig ist, der aus einem Mutter-Baum herauswächst, als ein göttlicher Zweig aus einem irdischen Baum verehrt wurde, als die Vereinigung von Gottheit und Menschheit. Der Name bedeutet auf deutsch „alles heilen". Vergil spricht in der Aeneis von einem „goldenen Zweig", und Plinius berichtet in Historia Naturalis, XVII, 44: „Sacerdos candida veste cultus arborem scandit, faire aurea demetit." (Der Priester besteigt den Baum, mit einem weissen Gewand geschmückt, und schneidet mit einer goldenen Sichel). |
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