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Jechida

Jechida, wörtlich „Individualität", ist esoterisch die höchste Individualität oder Atma-Buddhi-Manas, wenn zu einem vereint. Diese Lehre findet sich im Chaldean Book of Numbers, das die menschlichen sogenannten „Prinzipien" siebenfach einteilt, ebenso wie es gemäss dem Buch des Salomon auch die Kabbala im Sohar lehrt.
Zur Zeit der Empfängnis „sendet" der Allheilige „einen Djokan oder das Phantom eines Schattenbildes", ähnlich dem Gesicht eines Menschen. Dieser wird nach dem göttlichen Zelem, d. h. dem Schattenbild der Elohim, entworfen und geformt. „Elohim schuf(en) den Menschen nach seinem (ihrem) Zelem" oder Bild, sagt die Genesis. Der Zelem erwartet das Kind und nimmt es im Augenblick seiner Empfängnis auf, und dieser Zelem ist unser Linga-Jarira. „Der Ruach gestaltet mit dem Nefesch die eigentliche Persönlichkeit des Menschen" und ebenso seine Individualitat. Die Kabbalisten nennen die Kombination der beiden, wenn er (der Mensch) es verdient, Jechida.
Dieser entspricht in der Theosophie das duale Manas, das höhere und das niedere Ego, zu Atma-Buddhi vereint und eins geworden.
So erklärt der Sohar: „Neschama, Seele (Buddhi), umfasst drei Grade, und deshalb hat sie ähnlich dem oberen Mysterium drei Namen: Nefesch, Ruach, Neschama" oder das niedere Manas, das höhere Ego und Buddhi, die göttliche Seele. „Es muss auch beachtet werden, dass die Neschama drei Abteilungen hat", sagt Myers Qabbalah. „Die höchste ist Jechida" oder Atma-Buddhi-Manas, das letztere wiederum als eine Einheit; „das mittlere Prinzip ist Chaja" oder Buddhi und das duale Manas; „und das letzte und dritte ist die Neschama im eigentlichen Sinne" oder Seele im allgemeinen. „Sie manifestieren sich in Machschaba, Denken, Zelem, Phantom des Bildes, Zurot, Urbildern (mayavischen Formen oder Ruipas) und dem Djokan, dem Schatten des Phantombildes. Die Demut, Abbild oder Ebenbild (der physische Körper), ist eine niedere Manifestation". Hier finden wir also das getreue Echo der esoterischen Wissenschaft im Sohar und in anderen kabbalistischen Werken, eine vollkommene esoterische siebenfaltige Einteilung.
Vergleichen wir zum Beispiel die vor-und nachtodlichen Zustände der drei höheren und der vier niederen menschlichen Prinzipien aus der Sicht der Theosophie mit dem Folgenden aus dem Sohar: „Weil im Mysterium von Nefesch, Ruach und Neschama alle diese drei nach dem Muster des Oberen eng zusammenhängen, sind sie alle eins und zu einem vereint. Nefesch (Kama-Manas) hat kein Licht aus seiner eigenen Substanz; und aus diesem Grund steht er mit dem Mysterium des Guf, des Körpers, in Verbindung, um ihm Freude und Nahrung und alles, was er benötigt, zu verschaffen. ... Ruach (der Geist) ist das, was auf diesem Nefesch (der niederen Seele) reitet und über ihn herrscht und ihn mit allem, was er braucht, erhellt (versorgt) d. h. mit dem Licht der Vernunft , und der Nefesch ist der Thron das Vehikel jenes Ruach. Neschama (die göttliche Seele) geht in jenen Ruach über, herrscht über ihn und leuchtet ihm mit jenem Licht des Lebens, und jener Ruach ist von der Neschama abhängig und empfängt Licht von ihr, das ihn erleuchtet. ... Wenn die ‚obere' Neschama (nach dem Tod des Körpers) aufsteigt, geht sie zu ... dem Alten der Alten, dem Verborgenen aller Verborgenen, um an der Ewigkeit teilzuhaben. Der Ruach geht noch - nicht zum Gan Eden - in Devachan -, weil er mit Nefesch - vermischt - ist. ... Der Ruach geht hinauf nach Eden, doch nicht so hoch wie die Seele, und Nefesch das tierische Prinzip, die niedere Seele verbleibt unten im Grabe" oder Kama-loka .
Es dürfte schwerfallen, im Obigen nicht Atman (oder die „obere" Neschama), Buddhi (Neschama), Manas (Ruach) und Kama-Manas (Nefesch) oder die niedere, tierische Seele zu erkennen. Atman vereint sich nach dem Tod des Menschen mit seiner vollständigen Ganzheit, Buddhi und Manas begeben sich nach Devachan, und das Kamarupa „verbleibt in seinem Grab", das auch Kama-loka oder Hades genannt wird.


 

 

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