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Ithyphallisch |
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Der Ausdruck
ithyphallisch bezeichnet Götter, die männlich und hermaphroditisch sind, z.
B. die bärtige Venus, Apollon in Frauenkleidern, den Erzeuger Ammon, den
embryonischen Ptah usw. Doch der Phallus, der in der indischen und der
ägyptischen Religion so in die Augen fällt und gemäss unseren gezierten
Vorstellungen so anstössig ist, war in der frühesten Symbologie weit mehr
mit einer anderen und viel reineren Vorstellung als der der geschlechtlichen
Zeugung verknüpft. Wie von manch einem Orientalisten gezeigt wurde, drückte
er Auferstehung, das Auferstehen vom Tode ins Leben aus. Selbst die andere
Bedeutung hatte nichts Anstössiges an sich: „Diese Bilder symbolisieren nur
in einer sehr ausdrucksstarken Art die schöpferische Kraft der Natur, ohne
obszöne Absicht", schreibt Mariette, und er fügt hinzu: „Es ist nur eine
andere Art und Weise, um himmlische Zeugung auszudrücken, die den
Verstorbenen veranlassen sollte, in ein nettes Leben einzutreten." |
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