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Chaja bedeutet Leben;
Vita, Revivificatio. In der Kabbala ist Chaja die zweithöchste Essenz der
menschlichen Seele und korrespondiert mit Chochma (Weisheit).
Chaja ist eines der metaphysischen menschlichen „Prinzipien". Östliche
Okkultisten unterteilen den Menschen in sieben solche Prinzipien, westliche
Kabbalisten, so wird uns gesagt, nur in drei: Nefesch, Ruach und Neschama.
Doch in Wahrheit ist diese Aufteilung ebenso ungenau und ebenso eine blosse
Abkürzung wie „Körper, Seele, Geist" bei uns. Denn in der Qabbalah von Myer
wird gesagt, dass Neschama oder Geist drei Unterteilungen hat, „wobei die
höchste Jechida (Atman) ist, die mittlere Chaja (Buddhi) und die letzte und
dritte das eigentliche Neschama (Manas)". Dann kommt Machschaba, Denken (das
niedere Manas oder die bewusste Persönlichkeit), in dem sich die höheren
Prinzipien dann manifestieren. Dies sind zusammen vier. Auf Machschaba
folgen Zelem, das Phantom des Bildes (Ktima-riipa, im Leben das kamische
Element), Djokan, der Schatten des Bildes (Linga-starira, das Doppel), und
Zurot, der Prototyp, der Leben ist sieben insgesamt, sogar ohne die Demut,
die Ähnlichkeit oder das Ebenbild, die eine niedere Manifestation genannt
wird und in Wirklichkeit der Guf oder Körper ist. Theosophen der E. S., die
das Transponieren von Atman und die Rolle des aurischen Prototyps kennen,
werden leicht herausfinden, welche die wirklichen sieben sind. Sie werden
sich vergewissern, dass zwischen der Aufteilung der Prinzipien durch die
östlichen Okkultisten und der durch die wirklichen östlichen Kabbalisten
kein Unterschied besteht. Wir wollen nicht vergessen, dass weder die einen
noch die anderen bereit sind, die wirkliche, endgültige Klassifizierung in
ihren veröffentlichten Schriften anzugehen. |