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Benu |
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Das Wort Benu wird auf
zwei Symbole angewandt, die beide mit der Bedeutung „Phönix" ausgelegt
werden. Eines war der Schen-schen (der Reiher) und das andere ein
unbestimmbarer Vogel, der der Rech (der Rote) genannt wurde, und beide waren
dem Osiris geweiht. Der Rech war der reguläre Phönix der Grossen Mysterien,
das typische Symbol der Selbst-Erschaffung und Auferstehung durch Tod ein
Sinnbild des solaren Osiris und des göttlichen Egos im Menschen. Doch sowohl
der Reiher als auch der Rech waren Symbole für Zyklen: der Reiher für das
Sonnenjahr von 365 Tagen, der Rech für das tropische Jahr bzw. eine Periode,
die fast 26000 Jahre umfasst. In beiden Fällen waren die Zyklen Sinnbilder
für die Rückkehr des Lichtes aus der Dunkelheit, die jährliche grosse
zyklische Rückkehr des Sonnengottes zu seinem Geburtsort oder seine
Auferstehung. Macrobius zufolge lebt der Rech-Benu 660 Jahre und stirbt
dann; andere hingegen dehnten sein Leben auf bis zu 1460 Jahre aus. Plinius,
der Naturalist, beschreibt den Rech als einen grossen Vogel mit goldenen und
purpurnen Schwingen und einem langen blauen Schwanz. Der Überlieferung
zufolge baut sich der Phönix, wenn er sein Ende nahen fühlt, einen
Scheiterhaufen oben auf dem Opferaltar und bringt sich dann selbst auf ihm
als ein Brandopfer dar. Darauf erscheint ein Wurm in der Asche, der wächst
und sich schnell zu einem neuen Phönix entwickelt, auferstanden aus der
Asche seines Vorgängers. |
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