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Thot (altägyptisch Djehuti) |
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Gott der Schreibkunst und
der Weisheit, der in zwei Tiergestalten dargestellt wurde: als Pavian und
als heiliger Ibis. Von beiden Erscheinungsformen finden wir schöne
Abbildungen auf den Aussenwänden der ungewöhnlichen Grabkapelle des
Thot-Priesters Petosiris aus der frühen Ptolemäerzeit. In seiner
Paviangestalt war Thot eng verbunden mit dem Paviangott Hedjwer („der grosse
Weisse“) aus der früdynastischer Zeit (3100-2686 v. Chr.). Ab dem Ende des
Alten Reiches (2686-2181 v. Chr.) wurde er meist als Mann mit Ibiskopf
dargestellt; in der Hand hielt er Schreibpalette und Binse oder auch ein
eingekerbtes Palmblatt und war mit Aufzeichnungen oder Berechnungen
beschäftigt. Spruch 359 der Pyramidentexte beschreibt, wie die Götter sich
„auf den Schwingen des Thot“ an das andere Ufer des „gewundenen Wasserweges“
übersetzen liessen und so Zugang zur Unterwelt erhielten. |
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