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Talatat-Blöcke |
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Kleine reliefierte Kalk- und Sandsteinblöcke aus der Amarna-Zeit (um 1352-1336 v. Chr.), deren Name wahrscheinlich aus dem Arabischen kommt und - ihrem Format entsprechend - „3 Handbreiten“ bedeutet. (Es gibt allerdings auch die These, wonach sich das Wort von dem italienischen tagliata - „geschnittene Mauerblöcke“ - ableitet.) Ihr typisches Format steht in Zusammenhang mit den unter Echnaton (1352-1336 v. Chr) angewandten „Schnellbaumethoden“: Er brauchte für die in Auftrag gegebenen Atum-Tempel in Amarna und Karnak grosse Mengen kleinerer und - im Vergleich zum Tempelbau der anderen Könige der 18. Dyn. - gröber behauener Steinblöcke. Als die Tempel der „ketzerischen“ Amarna-Zeit unter Horemheb und den frühen Ramessiden allenthalben abgetragen wurden, überlebten die Talatat-Blöcke dank ihrer Wiederverwendung als Füllmaterial beim Bau neuer Tempel - so hat z. B. Horemheb den 9. und 10. Pylon des Amun-Tempels von Karnak mit ihnen aufgefüllt. Die meisten Talatat-Blöcke fand man in den Tempeln von Karnak, Luxor und Hermopolis Magma; in geringerem Umfang tauchten sie auch an Orten wie MMedamud, Assiut und Abydos auf. Diese Steinblöcke, deren Zahl in die Zehntausende geht, bilden gleichsam riesige, komplizierte Puzzlespiele. Die schon zusammengesetzten Teile haben die Archäologen bei ihren Bemühungen, Grundriss und Aussehen der verschiedenen "Tempel aus der Amarna-Zeit in Amarna selbst und in Karnak zu rekonstruieren, einen Schritt vorangebracht. |
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