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Der Löwengöttin Pachet
(oder Paschet) geweihtes Felsheiligtum, ungefähr 3 km östlich der Mittleren
Reichs-Felsgräber von Beni Hasan in Mittelägypten gelegen.
Der Tempel ist in der Gegend als Istabl Antar („Stall“ des Antar, eines
Helden aus vorislamischer Zeit) bekannt; gebaut wurde er von Hatschepsut
(1473-1458 v. Chr.) und Thutmosis III. (1479-1425 v. Chr.). Pachet („die,
die kratzt“) ist in den Sargtexten als Jägerin in der Nacht bezeichnet; dies
ist wohl der Grund, warum die Griechen sie später mit ihrer Göttin Artemis
gleichsetzten. Vor dem neuen Reich (1550-1069 v. Chr.) ist im Bereich von
Beni Hasan kein Kult der Pachet bezeugt.
Der Tempel besteht aus einer von acht Hathor-Pfeilern getragenen Vorhalle;
ein kurzer Gang verbindet sie mit einer inneren Kammer, die einst vermutlich
als Allerheiligstes das Kultbild barg - auch wenn heute nur noch die Nische
erhalten ist. Eine Inschrift auf dem Architrav über der Vorhalle berichtet
über die Verwüstungen, die die Hyksos-Herrscher angerichtet hatten und über
Hatschepsuts Bemühungen, diese Schäden zu beheben. Man vermutet, dass dieser
Text die Hyksos als willkommene Personifikation der Unordnung benutzt, denn
ihre Vertreibung lag länger als 75 Jahre zurück und hatte in der
Regierungszeit von Hatschepsuts Urgrossvater Ahmose (1550-1525 v. Chr.)
stattgefunden. Ironischerweise wurde Hatschepsuts eigener Name später
ausgehackt, als Sethos I. (1294-1279 v. Chr.) seine Kartuschen anbrachte. In
der Umgebung des Tempels liegen die geplünderten Gräber heiliger Katzen, die
überwiegend in die Spätzeit (747-332 v.Chr.) zu datieren sind. |