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Altes Ägypten, Pharaonen
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Skarabäus

Der Skarabäus oder Mistkäfer war ein den Ägyptern heiliger Käfer, der aus sich selbst zu entstehen schien, kamen die Jungen doch wie von alleine aus einer Dungkugel hervor. Personifiziert wurde er von Chepri, einem mit der Wiederauferstehung in Verbindung gebrachten Sonnengott. Als Amulett, Siegel oder Ringteil war der Skarabäus weit verbreitet, wie Funde aus Ägypten, Nubien und Syrien-Palästina aus dem langen Zeitraum von der 6. Dynastie bis in die Ptolemäerzeit (um 2345-30 v. Chr.) belegen. Die frühesten Skarabäen waren noch unbeschriftet und dienten ausschliesslich als Amulette; als Siegel wurden sie dann während des Mittleren Reiches (2055-1650 v. Chr.) verwendet. Die flache Unterseite der aus Stein, Fayence oder Glas hergestellten Skarabäen war in der Regel mit figürlichen Motiven oder Inschriften geschmückt, die gelegentlich einen Königsnamen beinhalteten. Für die Datierung archäologischer Funde haben sich Skarabäen indes als unzuverlässig erwiesen, da oft der Name eines längst verstorbenen Königs verwendet wurde; Mencheperra, der Trohnname Thutmosis' III. (1479-1425 v. Chr.), ist ein typisches Beispiel dafür.
Unter Amenhotep III. (1390-1332 v. Chr.) wurden ungewöhnlich grosse Skarabäen, sog. Gedenk-Skarabäen, hergestellt, um bestimmte Ereignisse oder Aspekte seiner Herrschaft zu feiern; ihre Inschriften reichen von Schilderungen königlicher Jagden auf Wildstiere und Löwen bis zu einer Liste mit den Titeln der Königin Teje. Es gab auch eine Reihe von Skarabäen, die dem Verstorbenen mitgegeben wurden, so den grossen „geflügelten Skarabäus“ (meist aus blauer Fayence und in die Perlennetze eingearbeitet, die die Mumien bedeckten) und den „Herz-Skarabäus“, meist mit Kap. 30B des Totenbuches beschriftet und spätestens seit der 13. Dynastie (1795-1650 v. Chr.) als Mumienbeigabe verwendet.
Der Begriff skaraboid bezeichnet Siegel oder Amulette, die zwar die gleiche Form wie der Skarabäus aufweisen, an der Oberseite jedoch nicht als Skarabäus gestaltet sind. Sie scheinen aus der - bereits für die 1. Zwischenzeit (2181-2055 v. Chr.) belegten - Praxis hervorgegangen zu sein, halbplastische Tierformen in die flache Unterseite des Skarabäus zu schneiden.


 

 

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