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Altes Ägypten, Pharaonen
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Sistrum (altägyptisch sescheschet; griech. Seistron)

Rasselndes Musikinstrument, das vornehmlich von Frauen gespielt wurde, aber auch vom Pharao, wenn er der Göttin Hathor Opfergaben darbrachte. Die meisten erhaltenen griechisch-römischen Sistren sind aus Bronze hergestellt; im Ritual- oder Grabbereich benutzte Sistren konnten aus anderen Materialien - Holz, Stein oder Fayence - bestehen, waren dann aber meist Schein-Instrumente.
Priesterinnen, Prinzessinnen und Königinnen sind oft mit einem Sistrum dargestellt, wenn sie bei Ritualen oder Zeremonien mitwirkten. Es gab zwei verschiedene Formen: das Bogen-Sistrum und das Naos-Sitrum; beide waren eng mit dem Kult der Hathor verbunden, deren Kopf auch häufig auf dem Griff erschien. Ein frühes Sistrum aus Travertin (ägyptisch Alabaster), das die Namen des Teti (2345-2323 v. Chr., 6. Dynastie) trägt, hat die Form eines auf einem Papyrus stehenden Naos, der seinerseits von einem Falken und einer Kobra gekrönt wird; das Ganze stellt ein Rebus des Namens Hathor (hwt Hor „Haus des Horus“) dar. Das Naos-Sistrum geht mindestens bis in das frühe Alte Reich (2686-2181 v. Chr.) zurück; in der griechisch-römischen Zeit (332 v. Chr. - 395 n. Chr.) war aber das Bogen-Sistrum am weitesten verbreitet.


 

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