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Semna |
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Befestigte Stadt unter Senweseret I. (1965-1920 v. Chr.) auf dem West-Ufer des Nils im Gebiet des 2. Katarakts am Süd-Ende eines in der 12. Dynastie (1985-1795 v. Chr.) angelegten Festungsgürtels gegründet. Die Schlucht von Semna, an der Süd-Grenze des damaligen Ägypten, ist der engste Teil des Niltals. An dieser strategisch wichtigen Stelle bauten die Könige der 12. Dynastie vier Festungen in Ziegelbauweise: Semna, Kumma, Semna-Süd und Uronarti (seit der Fertigstellung des Assuan-Hochdamms 1971 sind sie alle im Nassersee verschwunden). Der amerikanische Archäologe George Reisner untersuchte in den Jahren 1924 und 1928 die rechteckige Festungsanlage von Kumma (die Semna gegenüber auf demOst-Ufer liegt), die L-förmig angelegte Festung von Semna und die viel kleinere Anlage von Semna-Süd. In Semna und Kumma fand man auch Ruinen von Tempeln, Häusern und Friedhöfen aus dem Neuen Reich (1550-1069 v. Chr.), die damit etwa zeitgleich wären mit anderen unternubischen Städten wie Amara-West und Sesebi-Sudla und aus einer Zeit stammten, als die gesamte Region des 2. Katarakts nicht mehr reines Grenzgebiet war, sondern zum ägyptischen Reich gehörte. |
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