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Altes Ägypten, Pharaonen
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Schu

Gott der Luft und des Sonnenlichts, dessen Name wahrscheinlich „der, der sich erhebt“ bedeutet. Er wird als Mann dargestellt, der eine Straussenfeder auf dem Kopf trägt, die Hieroglyphe, mit der sein Name geschrieben wird. Er ist in den Pyramiden- und den Sargtexten erwähnt, ansonsten ist sein Kult aber erst im Neuen Reich belegt. Damals erlangte er relativ grosse Bedeutung, weil er mit der Lebenskraft assoziiert wurde, die zur Zeit des Neuen Reiches immer mehr zu einem wesentlichen Element der ägyptischen Religion wurde.
WÄhrend Schu Symbol war für Licht und trockene Luft, .wurde seine Schwester-Gemahlin Tefnut u.a. mit Feuchtigkeit bzw. feuchter, korrodierender Luft in Verbindung gebracht. Nach der Schöpfungslehre von Heliopolis waren sie das erste vom Urgott Atum erschaffene Götterpaar. Sie entstanden entweder (durch Masturbation) aus seinem Samen oder (durch Niesen) aus seiner Nase. Ihre Kinder waren Geb, der Erdgott, und Nut, die Himmelsgöttin. Schu hatte die Aufgabe, die langgestreckte Gestalt der Nut zu stützen und damit Himmel und Erde voneinander zu trennen. Schu war keine solare Gottheit - er wurde eher mit den Mondgöttern Chons und Thot verbunden; trotzdem bestand zwischen ihm in seiner Rolle als Bringer des Lichts und dem Sonnengott Ra offensichtlich eine enge Verbindung: Er soll die Sonne allmorgendlich zum Leben erweckt und in der Unterwelt vor dem Schlangengott Apophis beschützt haben. Andererseits ist Schu gleichzeitig dargestellt als Anführer von „Höllenwesen“, die die Toten in der Unterwelt bedrohten. Während der Herrschaft des Echnaton (1352-1336 v. Chr.) entging der Kult des Schu der Verfolgung wegen seiner solaren Bezüge und weil man annahm, der Gott wohne in der Sonnenscheibe. In einer Kopfstütze des Tutanchamun (1336-1327 v. Chr.) wird die Verbindung des Schu zur Sonne und zur Wiederauferstehung sowie seine Rolle als Himmelsstütze besonders deutlich: Flankiert von zwei Löwen stützt Schu den Kopf des Schlafenden. Das damit geschaffene Bild entspricht der Hieroglyphe für achet, Horizont, das man vielleicht so interpretieren darf, dass der Kopf des Königs die im Horizont aufgehende Sonne darstellen soll.


 

 

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