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Schesemet-Gürtel |
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Ein als Königs- und Götterornat belegtes Kleidungsstück, das aus einem Gürtel mit einer daran hängenden Perlenschürze besteht. Es entwickelte sich möglicherweise aus prädynastischen Perlengürteln und war Teil des symbolischen Schmucks der Herrscher der frühdynastischen Zeit und des Alten Reiches, wie z. B. des Djoser (2667-2648 v. Chr.). Zu den Göttern, die den Gürtel trugen, gehörte eine schon seit der frühdynastischen Zeit (3100-2686 v. Chr.) belegte Göttin Schesmetet; sie ist die Personifikation der dem Gürtel innewohnenden numinosen Macht. Spätestens in der 5. Dynastie wurde sie mit dem Kopf einer Löwin dargestellt und als eine Erscheinungsform der Göttin Bastet angesehen. Es ist möglich, dass sich aus dem Schesemet-Gürtel irgendwann auch andere Gürtelformen entwickelten, wie jene, die man seit dem Alten Reich (2686-2181 v. Chr.) in männlichen Grablegen fand und die seit dem Mittleren Reich (2055-1650 v. Chr.) Frauen ebenfalls beigegeben wurden. Das Grab der Senebtisi, eines Mitglieds der Königsfamilie der 12. oder der 13. Dynastie, in el-Lischt enthielt neben zahlreichen anderen Schmuckstücken auch einen Schesemet-Gürtel. Die kultische Bedeutung des Schesemet-Gürtels zeigt sich u. a. daran, dass zu den Epitheta des Gottes Sopdu auch der Name „Herr des Schesemet-Gürtels“ gehörte. |
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