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Pyramidentexte |
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Als Pyramidentexte
bezeichnet man die ältesten ägyptischen Totentexte; sie umfassen an die 800
„Sprüche“, die in Kolumnen auf den Wänden der Gänge und Grabkammern von neun
Pyramiden des späten Alten Reiches (2375-2181 v. Chr.) und der 1.
Zwischenzeit (2181-2055 v. Chr.) aufgezeichnet wurden. In neuzeitlichen
Ausgaben und Übersetzungen der Pyramidentexte sind die einzelnen Sprüche
traditionellerweise in einer Reihenfolge numeriert, die ihrer üblichen
Position in der Pyramide entspricht; dabei geht man von der Grabkammer nach
aussen. Es gibt allerdings auch die These, dass die umgekehrte Zählweise
(vom Eingang zur Grabkammer) logischer sein dürfte. Siegfried Schott z.B.
argumentierte, es handele sich um Ritualtexte, die während der Bestattung
von der Ankunft des königlichen Leichnams im Taltempel bis zu seiner
Niederlegung in der Grabkammer rezitiert worden seien und so den Verlauf der
Begräbniszeremonien beschreiben. |
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