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Name von 15
hellenistischen Königen, die zwischen 305 und 30 r. Chr. über Ägypten
herrschten. In diesem Text wird in die „Ptolemäerzeit“ auch die vorangehende
kurze „Makedonenzeit“ (332-305 v. Chr.) einbezogen, die die Regierungen
Alexanders des Grossen, seines Halbbruders Philippos Arrhidaios und seines
Sohnes Alexanders IV. (317-310 v. Chr.) umfasst.
Die von Alexander dem Grossen praktizierte Politik, sich selbst als
ägyptischen Herrscher darzustellen und die neue Verwaltung den bestehenden
politischen und religiösen Strukturen aufzupropfen, scheint auch von seinen
ptolemäischen Nachfolgern mit mehr oder weniger Begeisterung und Erfolg
fortgesetzt worden zu sein. Viele ägyptische Tempel, darunter Dendera, Edfu,
Esna und Kom Ombo, wurden in dieser Zeit wiederaufgebaut, restauriert oder
neu gegründet. An die Stelle von Verwaltungs- und religiösen Zentren wie
Theben, Memphis und Tanis trat Alexandria, eine neue Hauptstadt an der
Mittelmeerküste, deren Lage schon auf die Neuorientierung Ägyptens unter den
Ptolemäern verwies: weg von Afrika und Vorderasien und hin zur
Mittelmeerregion.
Ptolemaios I. Soter (305-285 v. Chr.), der Begründer der ptolemäischen
Herrscherlinie, kam nach dem Tod Alexanders IV. auf den ägyptischen Thron,
nachdem er bereits seit dem Tod Alexanders des Grossen Ägypten als Satrap
(unter dem Namen Ptolemaios von Lagos) verwaltet hatte. Ptolemaios I. führte
den Sarapis-Kult ein, der auf dem bestehenden Osiris-Apis-Kult basierte, in
der Hoffnung, ihn vielleicht als verbindende politische Kraft einsetzen zu
können; in der Praxis war es dann aber der Kult der Göttin Isis, der stark
an Bedeutung gewann und sich von Ägypten aus verbreitete.
Die Makedonen und andere Griechen waren den Ägyptern schon lange vor der
Ankunft Alexanders des Grossen wohlbekannt, denn während der Spätzeit
(747-332 v.Chr.) hatte eine grosse Zahl von Griechen als Söldner im
ägyptischen Heer gedient. Die Ptolemäerherrschaft war jedoch nicht immer
populär, und in den Jahren 208-186 sowie 88-86 v. Chr. kam es im Gebiet von
Theben zu Aufständen. Mit zunehmender Schwächung ihrer Herrschaft bauten die
Ptolemäer immer stärker auf Rom, bis schliesslich die Aktivitäten Kleopatras
VII. (51-30 v. Chr.), der Tochter Ptolemaios' XII. (80-51 v. Chr.) und
Schwester-Gemahlin Ptolemaios' XIII. (51-47 v. Chr.), einen Vorwand für die
röm. Eroberung Ägyptens unter Octavian, dem künftigen Kaiser Augustes (30 v.
Chr.-14 n. Chr.), lieferten. |