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„Geburtsname“ zweier
Könige der 21. Dynastie, die zu Beginn der 3. Zwischenzeit von der
Delta-Stadt Tanis aus regierten.
Psusannes I. Aacheperra Setepenamun (1039-991 v. Chr.) war vielleicht der
bedeutendste Herrscher der 21. Dynastie, die von Smendes (1069-1043 v. C:hr.)
begründet worden war. Pierre Montet entdeckte 1940 sein Grab in Tanis.
Pracht und Fülle der Grabausstattung wurden wohl nur vom Reichtum des Grabes
Tutanchamuns übertroffen, doch fand Montets Fund keine entsprechende
Aufmerksamkeit, da Howard Carters frühere Entdeckung noch immer alles
überschattete. Psusennes dürfte die meisten seiner Aktivititen auf Tanis
konzentriert haben, wo er den Tempelbezirk mit einer Umfassungsmauer umgab.
Während seiner Regierungszeit stand Oberägypten unter der Kontrolle
libyscher Generäle, die von Theben aus regierten. Es scheint jedoch keine
grosse Rivalität zwischen den thebanischen und den tanitischen Herrschern
bestanden zu haben; Psusennes I. selbst war vermutlich der Sohn des
thebanischen Hohenpriesters Pinodjem I. und eine seiner Töchter mit einem
thebanischen Priester verheiratet.
Psusennes II. Titcheperura Setepenra )959-945 v. Chr.). Der letzte König der
21. Dynastie war möglicherweise ein Sohn des thebanischen Hohenpriesters
Pinodjem II. (990-969). Als er nach dem Tod Siamuns (978-959 v. Chr.) den
tanitischen Thron bestieg, könnte er somit die Herrschaft über Oberägypten
und Unterägypten wieder in einer Hand vereinigt haben. Nach dem Tod von
Psusennes II. ging jedoch die Krone in die Hände der libyschen Herrscher der
22. Dynastie über, und man hat vermutet, die tanitische Königsfamilie könnte
zu diesem Zeitpunkt relativ verarmt gewesen sein. Osorkon I. (924-889 v.
Chr.), der 2. König der 22. Dynastie, bemühte sich anscheinend in der Folge,
seinen Thronanspruch durch eine Heirat mit Psusennes Tochter Maatkara zu
untermauern, die Scheschonq II. (um 890 v. Chr.) gebar und damit eine
Blutsverwandschaft zwischen den beiden Dynastien herstellte. |