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Für den grössten Teil der
Pharaonenzeit ist eine Vielzahl von Beamten bezeugt, deren Aufgaben in
manchen Aspekten denen einer modernen Polizeitruppe nahe kamen.
Sie lassen sich in zwei Hauptgruppen unterteilen: diejenigen, die für
Bewachung und Patrouillen zuständig- waren und eine quasi militärische Rolle
erfüllten, und jene, die dem Recht Geltung verschafften und Strafen
verhängten.
Als nww bezeichnete Männer patrouillierten in Gruppen mit ausgebildeten
Hunden in der Wüste, um feindlichen Übergriffen durch Beduinen vorzubeugen,
während die menjw tjesemrw im Mittleren Reich (2055-1650 v. Chr.) für den
Schutz von Steinbruch- und Minenexpeditionen zuständig gewesen sein sollen.
Im Neuen Reich (1550-1069 v. Chr.) schienen dann zunehmend
Medjai-Söldnergruppen diese Aufgaben übernommen zu haben, die auch Tempel,
Paläste und Friedhöfe bewachten. Einen eigenen Titel (sascha) trugen die
Beamten, die in den Harims für Ordnung sorgten.
Das Verhaften von Personen für Vergehen wie etwa das Nichtbezahlen von
Steuern und die Verabreichung von Stockschlägen oblag im Alten Reich
(2686-2181 v. Chr.) Beamten mit dem Titel sa-per; im Mittleren Reich trugen
diesen Titel dann allerdings auch Wachen, die Wüsten-Expeditionen
begleiteten. Dass dieser Titel auch weiterhin im Zusammenhang mit der
Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung in Verwendung blieb, geht aus den
ptolemäischen Inschriften in Kom Ombo hervor, in denen der Begriff
verallgemeinert wird: Hier schlägt der Krokodilgott Sobek als sa-per
Aufrührer nieder. |