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Petosiris (altägyptisch Padiwesjr) (um 300 v. Chr.) |
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Hoherpriester des Thot im
ausgehenden 4. Jh. v. Chr. Bekannt ist er heute v. a. aufgrund der Kapelle,
die er für sich selbst sowie zur kultischen Verehrung seines Vater Se-Schu
(auch: Nes-Schu) und seines Bruder Djed-Thot-ef-anch im mittelägyptischen
Tuna el-Gebel errichtete. Vor der Grabkapelle in Form eines kleinen
rechteckigen Tempels im Stil der frühen Ptolemäerzeit steht ein
„Hörneraltar“ nach griech.-syr. Vorbild, wie wir Ihn auch aus Karnak kennen.
Man betritt die Kapelle durch eine Vorhalle mit halbhohen Säulenschranken
und Kompositkapitellen, ähnlich jenen von Edfu und Dendera. In den meisten
Inschriften an den Wänden dieses Raumes geht es um Petrosiris und seine
Titel. Von hier aus gelangt man in die eigentliche Kultkapelle mit vier
Pfeilern; ihre Wände sind mit Texten dekoriert, die sich auf den Vater und
den Bruder des Petosiris beziehen. Am südl. Ende dieses Sanktuars führt ein
Schacht in die etwa 8 m tiefer gelegenen unterirdischen Grabkammern. |
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