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Altes Ägypten, Pharaonen
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Persien, Perser

Die Perser waren wie ihre Nachbarn, die Meder, eine indoiranische Volksgruppe, deren Kernland im 1. Jt. v. Chr. auf dem Gebiet des heutigen Iran lag. Die früheste Erwähnung des Landes „Parsua“, das offenbar an Urartu grenzte und südl. des Urmiases lag, findet sich in den Annalen des Assyrerkönigs Salmanassars III. (um 858-824 v. Chr.). Die beiden bedeutendsten Städte im pers. Kernland waren im 6. und vorchristl. Jh. Pasargadae und Persepolis (Tacht-i Schamschid); Persepolis besass zahlreiche, von Dareios I. und seinen Nachfolgern erbaute Paläste, in deren Architektur Elemente äg., medischer, babyl. und griech. Baukunst eingingen. Wie sehr die Perser auch auf das künstlerische Schaffen der verschiedenen Satrapien zurückgriffen, zeigt eine Statue Dareios' I. (522-480 v. Chr.) in ägyptischem Stil, die man in Susa im West-Iran fand.
Auf seinem Höhepunkt um 500 v. Chr. erstreckte sich das Perserreich von Libyen bis zum Indus-Gebiet und von Babylonien bis in die westl. Türkei; es umfasste an die 20 „Satrapien“, die regelmässig Steuern und Tribute an den pers. König zahlten. Im späten 6.Jh. v. Chr., als sich das Achämenidenreich unerbittlich ausdehnte, schien die Umwandlung Ägyptens in eine weitere Satrapie unvermeidlich; nur der Tod Kyros' II. im Jahr 529 v. Chr. gewährte etwas Aufschub. Im Frühjahr 525 v. Chr. schlug schliesslich Kambyses (525-522 v. Chr.) die Streitmacht Psammetichs III. (530-525 v. Chr.) bei Pelusium und eroberte danach Memphis. Das interessanteste erhaltene Dokument aus der folgenden ersten Perserzeit (27. Dyn., 525-404 v. Chr.) ist die Inschrift auf einer Statue des Wedjahorresnet, eines äg. Priesters und Arztes, der mit den neuen Herrschern kollaborierte; allerdings gibt es einige Hinweise darauf, dass er sich für die Wahrung lokaler Interessen wie den Erhalt des Neith-Kultes in seiner Heimatstadt Sais einsetzte.
Ägypten fiel ein zweites Mal unter persischer Herrschaft. Einige Ägyptologen bezeichnen dieses Jahrzehnt zwischen dem Ende der einheimischen 30. Dyn. (343 v. Chr.) und der Ankunft Alexanders des Grossen (332 v. Chr.) als „31. Dynastie“. Die Stele eines Herischef-Priesters namens Somtutefnacht (bzw. Sematawitefnacht), die ursprünglich im Herischef-Tempel von Herakleopolis Magna stand (und sich heute im Museum von Neapel befindet), ist mit einer autobiographischen Inschrift versehen; sie gilt allgemein als die Schilderung einer Laufbahn, die sich voll der Regierungszeit Nektanebos II., des letzten Königs der 30. Dynastie, bis zu Alexander dem Grossen erstreckte. Wie Wedjahorresnet, scheint Somtutefnacht von der Zusanunenarbeit mit dem neuen Regime profitiert zu haben. Als Alexander die Armeen Dareios' III. (330-332 v.Chr.) besiegte und Ägypten eroberte, erlebte Somtutefnacht offenbar die Schlacht auf persischer Seite mit.


 

 

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