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Altes Ägypten, Pharaonen
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Osorkon

Libyscher „Geburts-“ oder Eigenname von fünf Königen der 21. – 23. Dynastie.
Osorkon der Ältere, Aacheperra Setepenra (984-978 v. Chr.), in Manethos Geschichte als Osochor aufgeführt, war der 5. König der 21. Dynastie. Zwei Inschriften im Chons-Tempel von Karnak zufolge war er der Sohn einer Frau namens Mehitenwesechet und somit vermutlich ein Onkel des 1. Königs der 22. Dynastie, Scheschonq I. (945-924 v. Chr.). Osorkon der Ältere ist inschriftlich kaum bezeugt, doch könnte sich während seiner sechsjährigen Regierungszeit die biblische Gestalt Hadad der Edomiter in Ägypten aufgehalten haben, dem ursprünglich der Vorgänger Osorkon, Amenemope (993-984 v. Chr.), Schutz angeboten hatte.
Osorkon I. Sechemcheperra Setepenra (924-889 v. Chr.) war der 2. König der 22. Dynastie und Nachfolger von Scheschonq I. Seine Regierungszeit ist weitaus besser dokumentiert als die seines Vorgängers. In Tell el-Jahudija fand man eine schöne Bronzestatuette mit Intarsien und seinen Kartuschen (Brooklyn Museum, New York). Ebenfalls erhalten ist der obere Teil einer Statue, die ein Geschenk an Elibaal, König von Byblos, gewesen war. In der Delta-Stadt Bubastis (Tell Basta), der ursprünglichen Machtbasis seines Vaters Scheschonqs I, baute er einen kleinen Atum-Tempel und nahm zahlreiche Ergänzungen am Haupttempel der Bastet vor. Er überlebte seinen Sohn und Mitregenten Scheschonq II., der wahrscheinlich auch Hoherpriester des Amun in Theben war. Sein Nachfolger wurde schliesslich sein 2. Sohn, Takelot I. (889-874 v. Chr.).
Osorkon II. Wesermaatra Setepenamun (874-870 v. Chr.) war der Sohn und Nachfolger von Takelot I. und der 5. König der 22. Dynastie. Während seiner ersten Regierungsjahre war sein Einfluss in Oberägypten begrenzt, da Harsiese, Hoherpriester des Amun in Theben, dort die Macht ausübte. Nach dessen Tod vermochte Osorkon II. jedoch einen seiner eigenen Söhne, Nimlot (auch: Namilt oder Lamintu), als obersten Amun-Priester einzusetzen und auf diese Weise die Herrschaft über die Thebais zurückzugewinnen. Im 22. Regierungsjahr beging er sein Sed-Fest, vermutlich in Bubastis, wo er aus diesem Anlass einen Festhof mit Torbau schuf. Daneben erweiterte er den Amun-Tempel in Tanis, der Hauptstadt der 22. Dynastie Ein schon früher für ihn selbst angelegtes Grab gestaltete er um und teilte es schliesslich mit seinem Sohn Hornacht; es befand sich unter den Gräbern, die Pierre Montet 1939-49 ausgrub.
Osorkon III. Wesermaatra Setepenamun (777-749 v. Chr.) war einer der Pharaonen der 23. Dynastie, die von der Thebais aus regierten und Städte wie Hermopolis Magna in Mittelägypten und vielleicht Leontopolis (Tell el-Muqdam) im Delta kontrollierten. Den Thron von Leontopolis hatte Osorkon III. von Scheschonq IV. geerbt, der nur kurze Zeit regiert hatte. Er setzte seinen Sohn Takelot als Herrscher in Herakleopolis und später als Hohenpriester des Amun in Theben ein. Damit brachte er einen Grossteil Ägyptens unter seine Kontrolle; entsprechend klein war das Territorium, über das der zeitgleich regierende Scheschonq V. von Tanis schliesslich noch herrschte.
Osorkon IV. Aacheperra Setepenamun (730-715 v. Chr.) folgte Scheschonq V als letzter König der 22. Dynastie, deren Herrschaftsgebiet sich mittlerweile auf die Region um Bubastis und Tanis beschränkte. In seine Regierungszeit fiel der Feldzug des Kuschitenkönigs Pije, der nach Norden vordrang, um Ägypten zu erobern.


 

 

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