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Altes Ägypten, Pharaonen
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Öl

In der gesamten Pharaonenzeit ein wichtiges Material im Totenkult und im Alltag. Öle und Fette bildeten die Grundlage vieler ägyptischer Parfüms und Salben. Man fügte dem Öl verschiedene aromatische Kräuter und Ge würze bei, um ihm bestimmte Duftnoten zu geben. Im Alltag diente Öl u.a. als Brennstoff für Lampen in Häusern, aber auch für solche in Gräbern und Minen. Anscheinend wurde dem Öl Salz beigegeben, um eine allzu starke Russentwicklung beim Verbrennen zu verhindern. Die Zuordnung der altägyptischen Ölnamen zu den Pflanzen, aus denen die Öle gewonnen wurden, hat sich als ausserordentlich schwierig erwiesen, und viele der früheren Vermutungen sind offenbar falsch.
Krüge mit - möglicherweise einst duftenden - Ölen und Fetten gehörten seit der prädynastischen zeit zur Grabausstattung. Eine besonders bedeutsame Gruppe von Salbölen wird heute als die „sieben heiligen Öle“ bezeichnet, obwohl sie bei den Ägyptern selbst nur „die Öle“ hiessen. Sie bildeten einen unverzichtbaren Bestandteil religiöser Rituale und wurden zur Salbung des Verstorbenen im Mundöffnungsritual gebraucht, spielten aber auch im täglichen Tempelkult eine Rolle. Einige der sieben heiligen Öle kennen wir von Holz- und Elfenbeinetiketten aus der 1. Dynastie, als Gruppe insgesamt scheinen sie indes nicht vor dem Alten Reich (2686-2181 v. Chr.) verwendet worden zu sein; ab dieser Zeit werden sie in Opferformeln und Opferlisten auf Grabwänden und Scheintüren erwähnt.
Der älteste bekannte zusammengehörige Satz der sieben heiligen Öle stamm aus dem Grab der Hethepheres, kleine Steintafeln mit Vertiefungen für diese Öle finden sich jedoch wahrend des gesamten Alten Reiches immer wieder als Grabbeigaben. Wie andere bekannte Beispiele solcher Sätze von Ölgefässen aus Mittleren Reichs-Bestattungen (2055-1660 v. Chr.), besteht auch der von Hetepheres aus acht Gefässen, wobei jedoch der Inhalt des achten Gefässes abweicht und nicht immer gleich ist. Grab- und -Tempelreliefs zufolge dürfte der Satz im Neuen Reich (1570-1069 v. Chr.) auf neun oder zehn Öle erweitert worden sein.
Ihre Namen lauteten: seti-beb („Festduft“), hhekenw („Lobpreis“), bestes asch (bestes „Zedernöl“?), bestes tjehenw (bestes Salböl aus Libyen), sefeti, nehenem und tewat (die letzten drei sind unübersetzbar).


 

 

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